Lesebrillen online neu verglasen lassen | EYEGLASS24
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Die Lesebrille: Unterstützt die Augen, wenn die Nahsicht nachlässt

Sie sind auf der Suche nach einer Lesebrille? Bei EYEGLASS24 können Sie Ihre Lesebrille neu verglasen lassen. Oder eine andere vorhande Brillenfassung mit den richtigen Brillengläsern zu Ihrer persönlichen Lesebrille “umrüsten”. Eine Lesebrille mit den günstigen Gläsern von EYEGLASS24 ist besser als eine Fertiglesebrille, weil wir Ihre individuellen Augenwerte und Zentrierdaten berücksichtigen, hochwertige Marken-Brillengläser verwenden und in unserem Brillenglas-Konfigurator eine breite Auswahl von Glasqualitäten, Veredelungen und Tönungen bieten.

Noch Fragen zum Thema Lesebrille? Lesen Sie weiter!

 

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1. Was ist eine Lesebrille?

Eine Lesebrille ist eine Einstärkenbrille mit positiven Dioptrienwerten zur Korrektur einer Alterssichtigkeit. Die Stärke der Brillengläser einer Lesebrille liegt normalerweise im Bereich zwischen +0,5 und +3,5 Dioptrien. Liegt zusätzlich zur Alterssichtigkeit eine Weitsichtigkeit vor, können auch höhere Dioptrienwerte notwendig sein.

Die Brillengläser einer Lesebrille sind konkave (nach außen gewölbte) Linsen, also Sammellinsen. Mit zunehmendem Dioptrienwert erzeugen sie ein immer stärker vergrößertes Bild. 

Am sinnvollsten ist eine Lesebrille für diejenigen, die vor dem Einsetzen der Alterssichtigkeit keine Brille getragen haben. Kommt Alterssichtigkeit zu einer bestehenden Kurz- oder Weitsichtigkeit hinzu, sind Gleitsichtgläser eine zweckmäßigere Wahl, ebenso bei weit fortgeschrittener Alterssichtigkeit.

1.1. Wie viele Dioptrien braucht meine Lesebrille?

Ganz genau kann Ihnen das nur ein Augenarzt oder Optiker sagen. Da jedoch die Alterssichtigkeit bei den meisten Menschen ähnlich fortschreitet, lassen sich altersabhängige Schätzwerte angeben, mit denen Sie nicht allzu falsch liegen können.

Ein normalsichtiges Auge (das heißt, Sie sind auf diesem Auge weder kurz- noch weitsichtig), benötigt 

mit 45 Jahren meist eine Leseunterstützung von +0,75 Dioptrien 

mit 50 Jahren +1,5 Dioptrien 

mit 55 Jahren +2,25 Dioptrien 

mit 60 Jahren +3,0 Dioptrien 

Ab dem siebenten Lebensjahrzehnt bleibt die Alterssichtigkeit meist weitgehend stabil.

Liegt zusätzlich zur Alterssichtigkeit eine Kurz- oder Weitsichtigkeit vor, muss der Dioptrienwert der Fernbrille zu dem oben angeführten Wert gerechnet werden. Bei Weitsichtigkeit (Fernbrille mit positivem Dioptrienwert) ergibt sich entsprechend ein höherer Dioptrienwert für die Lesebrille. Bei Kurzsichtigkeit (Fernbrille mit negativem Dioptrienwert) ergibt sich ein niedrigerer Wert – Sie benötigen überhaupt erst dann eine Lesebrille, wenn beim Zusammenrechnen der beiden Dioptrienwerte ein positiver Wert übrigbleibt. 

1.2. Halbbrille oder Vollbrille? Der richtige Rahmen für die Lesebrille

Lesebrillen sind meist Halbbrillen: Ihr Rahmen und ihre Brillengläser sind deutlich schmaler als bei einer Fernbrille. Dadurch gestatten sie den Blick über den Brillenrand. Das ist wichtig, um auf mittlere und weite Entfernungen wie gewohnt sehen zu können – durch die Lesebrille erscheint nämlich alles weiter Entfernte unscharf.

Oft sind Lesebrillen auch Halbrandbrillen. Beim häufigen Blickwechsel von Nähe zu Ferne (zum Beispiel im Büro) empfinden viele Lesebrillenträger den “Balken” des oberen Brillenrandes als störend. 

Eine Vollbrille – also eine Brille mit normal großen Brillengläsern – ist als Lesebrille nur dann sinnvoll, wenn Sie sich wirklich ganz sicher sind, dass Sie auf Fernsicht komplett verzichten können (oder sogar wollen), während Sie sie tragen. Zu erwägen wäre eine solche Rahmenform, wenn Sie die Lesebrille eigentlich weniger zum Lesen (wobei Sie eher nach unten schauen) als für Naharbeiten benötigen, bei denen der Blick geradeaus geht. Dann zwingt eine auf der Nase sitzende Halbbrille Sie dazu, den Kopf in den Nacken zu legen – und das kann auf Dauer zu unangenehmen Verspannungen führen.

 

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2. Was ist Alterssichtigkeit?

Alterssichtigkeit (auch als Altersweitsichtigkeit oder Presbyopie bekannt) ist das Resultat normaler altersbedingter Veränderungen der Augenlinse. Betroffene sehen in der Nähe zunehmend unscharf. 

Ursache der Alterssichtigkeit ist das Nachlassen der Elastizität der Augenlinse. Die Fähigkeit der Augenlinse, bei Zug durch den Ziliarmuskel ihre Wölbung und damit ihre Brechkraft zu vergrößern, macht den “Autofokus” des Auges – die Akkommodation, das unwillkürliche Scharfstellen beim Betrachten naher Gegenstände – erst möglich. Reagiert die Augenlinse nur noch wenig oder gar nicht mehr auf die Aktivität des Ziliarmuskels, lässt die Akkommodationsfähigkeit des Auges nach.

Liegt der Nahpunkt des normalsichtigen Auges (die kürzeste Entfernung, auf die scharf gesehen werden kann) mit 40 Jahren noch etwa bei 15 Zentimetern, rückt er infolge fortschreitender Alterssichtigkeit bis zum 50. Geburtstag im Schnitt auf etwa 50 Zentimeter, bis zum Sechzigsten auf durchschnittlich 65 Zentimeter ab. Spätestens dann sind die Arme buchstäblich nicht mehr lang genug: Die normale Leseentfernung beträgt etwa 30 bis 35 Zentimeter, und auch am weit ausgestrecktem Arm lassen sich Buch oder Speisekarte kaum mehr als 55 Zentimeter entfernt halten.

Der Nahpunkt des kurzsichtigen Auges liegt im Vergleich zum normalsichtigen Auge näher am Auge, der des weitsichtigen Auges weiter weg. Entsprechend macht sich die durch Alterssichtigkeit verringerte Akkommodationsfähigkeit ohne die Fernbrille bei Kurzsichtigkeit meist erst in späteren Jahren, bei Weitsichtigkeit bereits früher bemerkbar. 

2.1. Korrektur von Alterssichtigkeit

Alterssichtigkeit ist anders als die Fehlsichtigkeiten, für die Sie schon in jüngeren Jahren Brillengläser benötigen. 

Wer kurz- oder weitsichtig ist, dem ist mit den richtigen Einstärkengläsern für den gesamten Entfernungsbereich gut geholfen – solange die Akkommodationsfähigkeit der Augenlinse nicht oder nur wenig eingeschränkt ist. Ein Einstärkenglas fügt der Brechkraft des Auges einen kleinen positiven oder negativen Betrag hinzu – und die flexible Augenlinse sorgt dann für den Autofokus auf unterschiedliche Entfernungen.

Weil bei Alterssichtigkeit genau dieser Autofokus versagt, können Einstärkengläser die scharfe Sicht nicht mehr im gesamten Entfernungsbereich wiederherstellen, sondern nur in einem kleinen “Entfernungsfenster”. So sehen Sie mit einer Lesebrille nur auf Leseentfernung wirklich scharf. Das Gegenüber am Tisch, der Sie umgebende Raum und die Landschaft hinter dem Fenster erscheinen dagegen durch die Lesebrille verschwommen. 

Eine Lesebrille ist sinnvoll, solange Sie nur mit den kurzen Sehdistanzen Schwierigkeiten haben. Lässt bei fortgeschrittener Alterssichtigkeit auch das Sehen auf mittlere Entfernungen zu wünschen übrig, oder benötigen Sie wegen einer Kurzsichtigkeit auch eine Fernkorrektur, ist die Lesebrille keine ideale Lösung mehr.

Die Korrekturmöglichkeit, mit der Sie bei fortgeschrittener Alterssichtigkeit oder Alterssichtigkeit plus Kurzsichtigkeit jede Sehdistanz scharf im Blick behalten, sind Mehrstärkengläser – besser bekannt als Gleitsichtgläser. Diese modernen Brillengläser haben gleitend ineinander übergehende Sehbereiche mit unterschiedlichen Sehstärken, die für scharfe Sicht auf nahe, mittlere und weite Entfernungen optimiert sind.

 

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3. Die Lesebrillen von der Stange

Im Drogeriemarkt und anderswo werden fertige Lesebrillen sehr günstig angeboten. Was sind die Unterschiede zur maßgefertigten Lesebrille vom Optiker?

Der Kauf einer Lesebrille “von der Stange” steht in frappierendem Gegensatz zur Brillenanpassung beim Optiker: Hier machen Sie ganz einfach Ihren eigenen “Sehtest”. Das heißt, Sie probieren ein paar Stärken aus und kaufen die, mit der Sie sich spontan am wohlsten fühlen. Ist das nicht ein bisschen zu simpel?

Tatsächlich kann mit einer fertigen Lesebrille nicht allzuviel schief gehen: Kaufen Sie sie etwas zu schwach, müssen Sie Ihren Leseabstand einfach etwas vergrößern. Kaufen Sie etwas zu stark, nutzen Ihre Augen beim Lesen eben etwas weniger von ihrer verbliebenen Akkommodationsfähigkeit. Da Sie die Lesebrille ja ohnehin nicht ständig tragen, können Sie sich damit auch nicht die Augen “verderben” – aber je länger Sie lesen möchten, desto mehr Wert sollten Sie schon auf eine gute und gut passende Lesebrille legen. 

3.1. Diese Probleme könnte es mit einer Fertiglesebrille geben

Schwierigkeiten mit einer Fertiglesebrille können von zwei Seiten kommen:

1. Beide Brillengläser einer Fertiglesebrille haben genau den gleichen Dioptrienwert. 

Wenn Ihre Augen unterschiedliche Korrekturwerte benötigen – entweder, weil die Alterssichtigkeit in beiden unterschiedlich fortgeschritten ist, oder weil Ihre Augen unterschiedliche Ausgangs-Fehlsichtigkeiten aufweisen – kann das problematisch sein. Sie wählen dann die Lesebrille gewöhnlich spontan so, dass das in der Nähe dominante Auge gut korrigiert wird. Das andere Auge bekommt keine geeignete Korrektur und trägt damit auch beim Tragen der Lesebrille kaum zum Seheindruck bei. Daran sind Sie vermutlich ohnehin gewöhnt – aber Sie wären vielleicht überrascht, wie viel besser und vor allem auch dreidimensionaler Ihr Seheindruck mit einer individuell angepassten Nahbrille sein kann. 

2. Eine Fertiglesebrille ist für “Durchschnittsaugen” zentriert.

Um durch jede Brille, also auch eine Lesebrille, gut sehen zu können, muss die optische Mitte der Brillengläser dort liegen, wo Sie gewöhnlich hindurchschauen – also dort, wo beim Lesen hinter den Brillengläsern Ihre Pupillen sind. Wenn Sie abseits der optischen Mitte durch ein Brillenglas schauen, entstehen sogenannte prismatische Nebenwirkungen: Das Glas erzeugt eine etwas verschobene und verzerrte Abbildung der Umgebung. Das ist meist nicht sehr auffällig – aber eben auch nicht ideal.

Lesebrillen von der Stange platzieren die optische Mitte ihrer Brillengläser so, dass sie für das “Durchschnittsgesicht” richtig zentriert sind. Da fast jeder Brillenträger irgendwo ein wenig vom Durchschnitt abweicht, passt die “Durchschnittsbrille” den wenigsten perfekt – aber vielen gut genug. Unterscheidet sich Ihre Pupillendistanz stark vom durchschnittlichen Wert von 63 Millimetern (dann passt Ihnen vermutlich auch das “Durchschnittsgestell” der Fertiglesebrille nicht richtig...), oder ist Ihr Gesicht deutlich asymmetrisch, wird eine fertig gekaufte Lesebrille Ihnen eher nicht die ideale Korrektur bieten. 

Abgesehen davon können Sie natürlich auch von den Brillengläsern einer Drei-Euro-Lesebrille keine Wunderdinge erwarten: Veredelte Markengläser sind das sicher nicht. Aber wenn Sie die Lesebrille nicht brauchen, um lange Leseabende zu zelebrieren, sondern in erster Linie für Speisekarten, Aufdrucke, das sprichwörtliche Kleingedruckte und eine halbe Stunde mit der Sonntagszeitung, dürften die günstigen Fertigbrillen wohl meist ausreichen.

Allerdings: Markenbrillengläser mit Superentspiegelung und Clean-Coat (und natürlich mit den richtigen Korrekturwerten für jedes Auge und der korrekten Zentrierung für Ihre individuelle Pupillendistanz) gibt es bei EYEGLASS24 so günstig, dass Sie die Entscheidung für eine Lesebrille von der Stange vielleicht doch noch einmal überdenken sollten. 

3.2. Die Fertiglesebrille mit CE-Zeichen

Natürlich ist auch der Verkauf von Fertiglesebrillen in Europa geregelt. Die europäische Norm EN 14139 (“Anforderungen an Fertigbrillen”) legt fest, wie Fertiglesebrillen mit dem CE-Zeichen beschaffen sein müssen. Im Wesentlichen steht da, dass beide Brillengläser den gleichen Dioptrienwert haben und symmetrisch zentriert sein müssen. Die Norm setzt Grenzen für die Abbildungsfehler der Fertiglinsen und definiert die Anforderungen an die Produktkennzeichnung (Dioptrienwerte müssen auf den Brillengläsern, der Pupillenabstand wenigstens auf einem Anhänger an der Brille angegeben werden).

Interessanterweise erlaubt die Norm nur Dioptrienwerte zwischen +1 und +3,5 – Fertiglesebrillen mit +4 Dioptrien sind nicht normkonform! 

Das CE-Zeichen finden Sie bei Fertiglesebrillen an der Innenseite des einen Brillenbügels.

 

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4. Sehtest für die Lesebrille

Im Gegensatz zu allen anderen Korrekturbrillen dürfen Lesebrillen in Europa grundsätzlich auch ohne vorhergehenden Sehtest und Brillenglasanpassung verkauft werden. Das heißt aber natürlich nicht, dass ein Sehtest bei Alterssichtigkeit nicht schon auch sinnvoll wäre: Zum einen wissen Sie dann ganz genau über Ihre benötigten Korrekturwerte Bescheid. 

Zum anderen hat so ein Besuch beim Augenarzt oder Optiker im fünften Lebensjahrzehnt (oft der erste nach Jahren, manchmal der erste überhaupt) noch einen anderen Nutzen, der mit der Lesebrille gar nichts zu tun hat: Meist kann nur ein Fachmann bestimmte frühe Symptome altersbedingter Augenerkrankungen richtig interpretieren. Solche Augenerkrankungen sind völlig unabhängig von der Presbyopie, entwickeln sich aber gewöhnlich in den Jahren, in denen sich auch die Alterssichtigkeit erstmals manifestiert. Ihre Symptome werden dann oft nicht bemerkt, oder der Alterssichtigkeit mit zugeschrieben. 

Zu diesen Augenerkrankungen gehören neben dem Grauen Star auch die altersbedingte Makuladegeneration und verschiedene Retinopathien: dringend behandlungsbedürftige Netzhauterkrankungen, durch die kritische Sehkraftverluste drohen. Kritiker legen der Fertiglesebrille zur Last, dass ihre problemlose Verfügbarkeit von diesen Erkrankungen Betroffene vom rechtzeitigen Besuch beim Augenarzt oder Optiker abhalten könnte.

4.1. Wie läuft der Sehtest bei Alterssichtigkeit ab?

Recht unspektakulär und ohne besondere Testvorrichtungen (die objektive Refraktion mit dem Autorefraktometer, die meist davor noch stattfindet, kann nichts über Ihre Alterssichtigkeit aussagen, sondern nur den Brechfehler Ihres Auges bei der Fernsicht beurteilen). 

Meist wird Ihnen der Augenarzt oder Optiker einfach eine Seite mit Text in die Hand drücken, die Sie in einem zweckmäßigen und für Sie bequemen Leseabstand zunächst ohne Korrekturlinsen und im Anschluss mit Testlinsen in der Messbrille vorlesen müssen. Die beste Linse ist die, mit der Sie gerade noch eine deutliche Verbesserung der Sehschärfe erleben. Stärkere Brillengläser funktionieren zwar ebenfalls, nehmen Ihrer Augenlinse aber ein Stück der Akkommodationsarbeit ab, die sie eigentlich noch leisten kann  - und ein bisschen “Bewegung” kann auch dem alterssichtigen Auge gar nicht schaden. 

4.2. Was kostet der Sehtest bei Alterssichtigkeit? 

Beim Augenarzt sind Sehtests, wenn sie medizinisch notwendig sind (und das sind sie ja, wenn es um die Diagnose einer Alterssichtigkeit oder die Feststellung ihres Fortschreitens geht), immer kostenlos – und der Arzt ist auch verpflichtet, Ihnen die Resultate mitzuteilen. Für eine Kopie des Befundes oder ähnliche schriftliche Dokumente dürfen nicht mehr als etwa die Kopierkosten berechnet werden. 

Beim Optiker kostet ein Sehtest meist zwischen 10 und 20 Euro, wobei diese Kosten gewöhnlich verrechnet werden, wenn Sie im Geschäft eine Brille anfertigen lassen. Haben Sie das nicht vor, müssen Sie darauf gefasst sein, dass der Optiker Sie eventuell zur Kasse bittet. 

5. Lesebrille - zahlt die Krankenkasse

Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen in Deutschland nur noch in seltenen Fällen für Brillengläser. Daran hat sich auch mit dem neuen Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz, das im März 2017 in Kraft trat, nicht allzuviel geändert.

Erwachsene bekommen von den Gesetzlichen demnach in drei Fällen einen aktuell meist eher knapp bemessenen Zuschuss zu den Kosten ihrer Brillengläser:

  • bei einer Fehlsichtigkeit, die Korrekturgläser mit mindestens ±6 Dioptrien erfordert
  • bei einer Hornhautverkrümmung mit einem Zylinderwert ab 4 Dioptrien
  • bei funktioneller Einäugigkeit: hat ein Auge einen bestkorrigierten Visus von höchstens 20 Prozent, hat das zweite Auge Anspruch auf besonderen Schutz. Ein Kunststoff-Brillenglas mit der benötigten Sehstärke wird in diesem Fall als Schutzbrille interpretiert und von den Kassen finanziert

Bei den geleisteten Beträgen orientieren sich die Kassen an der bundesweiten Richtlinie Festbeträge für Sehhilfen”.

Sie sehen: Die Kassen sind weit davon entfernt, gewöhnliche Lesebrillen, die kaum mehr als +3 Dioptrien haben, zu bezuschussen. Höhere Dioptrienwerte werden benötigt, wenn ohnehin bereits eine Weitsichtigkeit vorliegt: Ab +6 Dioptrien kann das Brillenrezept für die Lesebrille bei der Krankenkasse eingereicht werden. Das kann aber nur ein stationärer Optiker tun: Selbst beschaffte Sehhilfen (dazu zählt leider die bei EYEGLASS24 neu verglaste Brille aktuell noch genauso wie die Lesebrille aus dem Supermarkt) sind nicht erstattungsfähig. 

Private Krankenversicherungen dürfen ihren Kunden, auch was Brillengläser angeht, mehr Leistung bieten. Was bis zu welcher Höhe und wie oft übernommen wird, hängt natürlich auch vom gewählten Tarif ab – fragen Sie am besten direkt bei Ihrer Versicherung nach.

 

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6. Brillengläser für die Lesebrille von EYEGLASS24

Brillengläser für eine vorhandene Fassung kaufen Sie bei EYEGLASS24 zu sehr günstigen Preisen ab 39,90 Euro für das Paar. Für Ihre Lesebrille bieten wir Ihnen Schweizer Qualitätsgläser mit positiven Dioptrienwerten zwischen +0,25 und +11 dpt. Extrahärtung, Superentspiegelung, UV-Schutz und Clean Coat sind im Preis inbegriffen. Weitere Optionen können Sie in unserem Brillenglas-Konfigurator auswählen.

Die staatlich geprüften Augenoptiker unserer Münchner Fachwerkstatt arbeiten neue Brillengläser in Vollrand-, Halbrand- und randlose Fassungen ein – also selbstverständlich auch in Lesebrillenfassungen jeder Art. Nach einer doppelten Qualitätsprüfung senden wir Ihnen Ihre neu verglaste Brille zurück – mit 100 Tagen Rückgaberecht ab Erhalt. 

6.1. So funktioniert die Bestellung bei EYEGLASS24

Schritt 1: Sie wählen Ihre Wunsch-Brillengläser online aus

Der Brillenglas-Konfigurator unserer Webseite führt Sie reibungslos durch den Auswahlprozess. Und wenn Sie doch einmal etwas angetickt haben, was unseren Optikern seltsam oder wenig ratsam vorkommt, kontaktieren wir Sie auf jeden Fall, bevor wir die Bestellung ausführen.

Sie lassen uns wissen, was für eine Fassung Ihre Lesebrille hat, welches Glasmaterial Sie bevorzugen, ob Sie vielleicht eine leichte Tönung und/oder eine Digital Relax- oder schmutzabweisende Lotosbeschichtung wünschen. Auf Wunsch tauschen wir auch gern die Nasenpads Ihrer Brillenfassung gegen neue aus. 

Für eine einfache Lesebrille benötigen wir nur die beiden Dioptrienwerte und Ihre Pupillendistanz. Aber natürlich können wir auch in eine Lesebrille eine zylindrische Astigmatismus-Korrektur einarbeiten. Ihre Augenwerte können Sie gleich online im Brillenglas-Konfigurator eintragen oder nach Abschluss der Bestellung in Ruhe suchen und nachreichen:

  • Per Telefon, E-Mail oder Fax
  • Als beigelegte Kopie von Brillenpass oder Brillenrezept im Päckchen mit der Brille

Sie wissen Ihre Augenwerte nicht? Es gibt noch andere Möglichkeiten

  • Wir lesen Korrekturwerte und Zentrierung der alten Brillengläser aus
  • Sie legen eine zweite Brille bei, deren Werte wir übernehmen sollen (bitte klar beschriften!)

Sie haben noch eine Frage oder benötigen Beratung? Unsere staatlich geprüften Augenoptiker sind gern im Live Chat, am Telefon (kostenfreie Servicenummer) oder per E-Mail für Sie da.

Schritt 2: Versandkostenfrei und versichert: Sie senden uns Ihre Brille

Sie können wählen, ob Sie Ihre Brille selbst verpacken möchten, oder ob wir Ihnen nach Bestellabschluss eine geeignete Verpackung zusenden sollen. In jedem Fall stellen wir Ihnen einen kostenfreien DHL-Versandaufkleber zur Verfügung. 

Ihr Brillenpäckchen geht mit DHL Go Green klimaneutral auf die Reise, der Inhalt ist bis zu einem Wert von 500 Euro versichert.

Schritt 3: Unsere Werkstatt schleift die neuen Brillengläser in Ihre Fassung ein 

Zunächst überprüfen unsere Augenoptiker Ihre Brillenfassung und Ihre Bestellung. Ist etwas unklar oder unplausibel, kontaktieren wir Sie noch einmal. Kann Ihre Brille nicht neu verglast werden (das kommt sehr selten einmal vor, wenn die Fassung bereits kleine Defekte aufweist), erstatten wir Ihnen selbstverständlich alle bereits geleisteten Zahlungen.

Ist alles geklärt, ordern wir Ihre Brillenglasrohlinge und schleifen sie unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Pupillendistanz beziehungsweise der aus Ihrer alten Brille ausgelesenen Zentrierdaten in Ihre Fassung ein. Zwei Mitarbeiter prüfen unabhängig voneinander, ob Sehstärke und Zentrierung korrekt sind und Ihre Bestellung vollständig und ohne Makel ausgeführt wurde. Wenn nötig, wird unverzüglich nachgebessert.

Schritt 4: Sie erhalten Ihre Lesebrille zurück

Auch die versicherte Rückreise Ihrer Brille geht natürlich auf unsere Kosten. Die uneingeschränkte 100-Tage-Rückgabefrist, die EYEGLASS24 Ihnen einräumt, beginnt, wenn Sie den Empfang quittieren. 

Wie lange es genau dauert, bis Sie Ihre neu verglaste Lesebrille wieder nutzen können, hängt von Ihrer Brillenglas-Auswahl ab. Bestellungen von Einstärkengläsern mit häufig nachgefragten Korrekturwerten (dazu gehören alle typischen Lesebrillengläser) können wir meist innerhalb von einem Tag bearbeiten – die Versandzeit mitgerechnet, haben Sie Ihre Brille dann schon nach drei bis fünf Werktagen wieder. Bestimmte Beschichtungen, Tönungen oder ungewöhnliche Korrekturwerte können die Zeit, während der Sie auf Ihre Brille verzichten müssen, auf bis zu zwölf Tage verlängern. 

Während des Bestellvorgangs zeigt Ihnen der Brillenglas-Konfigurator ganz unten die Wartezeit an, auf die Sie sich bei der gerade getroffenen Auswahl einstellen müssen. Beachten Sie auch, dass Sendungen in die Schweiz das Zollamt involvieren und deshalb meist etwas länger unterwegs sind.

6.2. Herkunft der Brillengläser von EYEGLASS24

Unsere Brillengläser kommen von der Holzer Optik AG. Das Optikunternehmen hat seinen Sitz in Basel, Schweiz, und beliefert seit über 25 Jahren europäische Optiker mit high-tech-gefertigten Brillenglas-Rohlingen. Das Portfolio des branchenweit respektierten Familienunternehmens umfasst eine große Vielfalt von Materialien, Schliffen, Tönungen und Veredelungen. In Zusammenarbeit mit Holzer Optik können wir unseren Kunden daher auch Sonderanfertigungen von Brillengläsern mit außergewöhnlichen Korrekturwerten, aus weniger nachgefragten Materialien und/oder mit besonderen Veredelungen anbieten. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie besondere Wünsche haben!

6.3. Warum sind Brillengläser bei EYEGLASS24 so günstig?

Im Vergleich mit stationären Optikern schneiden unsere Preise sehr gut ab. Das hat zwei einfache Gründe:

1. Wir verkaufen viel mehr.
2. Unsere Fixkosten sind niedrig. 

An der Qualität der Brillengläser machen wir genausowenig Abstriche wie an der Kommunikation und an der fachgerechten Einarbeitung.

Unsere Fixkosten sind so schlank, weil wir keine Lager und Geschäfte unterhalten müssen. Unsere Logistik funktioniert reibungslos: Über eine datengeschützte elektronische Schnittstelle zu unserem Schweizer Lieferanten Holzer Optik bestellen wir jeden Brillenglasrohling exakt dann, wenn er gebraucht wird. Und unsere Verkaufsfläche ist das weite WWW, unsere Webseite ist rund um die Uhr geöffnet und überall im deutschsprachigen Raum präsent. 

Hohe Verkaufszahlen und geringe Fixkosten bedeuten eine sehr kleine Fixkostenumlage auf jedes einzelne verkaufte Brillenglas: Wir decken unsere Kosten, und unsere Kunden sparen. Es ist wirklich so einfach!

 

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7. Alternativen zur Lesebrille

7.1. Lesebrille vergessen? So können Sie trotzdem die Speisekarte lesen.

Für alle, die sich einfach nicht daran gewöhnen können, ihre Lesebrille überallhin mitzunehmen, gibt es eine Reihe praktischer kleiner Gimmicks im Scheckkartenformat (sie heißen zum Beispiel Eyecard, Lupcard oder SOS Notbrille). Die passen ins Portemonnaie und sind so beim Einkaufen oder im Restaurant garantiert dabei. 

Und wenn auch das Portemonnaie fehlt? Dann können Sie immer noch den Zeigefinger so einklappen, dass nur eine ganz kleine Öffnung zwischen den Fingergliedern bleibt: Wer durch diese improvisierte Lochblende späht, sieht schärfer und kann sogar unter der Dusche noch das Kleingedruckte auf der Shampooflasche lesen.

7.2. Wenn die Lesebrille nicht (mehr) reicht

Wenn Sie alterssichtig und kurz- oder weitsichtig sind, gibt es eine Reihe von Alternativen zur Lesebrille, die vielleicht für Sie interessant sind.

7.2.1. Gleitsichtgläser

Wer zusätzlich zur Alterssichtigkeit noch kurz- oder weitsichtig ist, muss mit Fern- und Nahbrille jonglieren – oder wagt am besten möglichst früh einen Versuch mit <a href=”https://www.eyeglass24.de/gleitsichtglaeser/” target=”_blank”>Gleitsichtgläsern</a>. Je eher Sie nämlich mit Gleitsicht anfangen, desto milder fallen die mitunter auftretenden Eingewöhnungsschwierigkeiten aus, und desto länger und ungetrübter profitieren Sie von einem Brillentyp, der Ihnen auf jede Entfernung gute Sicht ermöglicht.

Gleiches gilt für fortgeschrittene Alterssichtigkeit: Wenn Sie nicht nur beim Lesen, sondern auch bei der Bildschirmarbeit und/oder generell beim Sehen in mittleren Entfernungen Unterstützung benötigen, empfiehlt sich ebenfalls eine Gleitsichtbrille. Gleitsichtgläser bieten die richtige Korrektur für nahe und weite Sehdistanzen – und einen gleitenden Übergang für mittlere Entfernungen.

7.2.2. Bifokalgläser

Eine Bifokalbrille ist die klassische Alternative zur Lesebrille. Angeblich erfand sie der amerikanische Politiker und Universalgelehrte Benjamin Franklin, der es leid war, immer abwechselnd Lese- und Fernbrille aufzusetzen. 

Eine Bifokalbrille besteht aus zwei sichtbar getrennten Glasteilen unterschiedlicher Brechkraft. Der untere Teil bietet die richtige Korrektur für die Nahsicht, der obere Teil die für die Fernsicht. Interessanter Zusatzfakt: für Automechaniker, die Arbeiten unter einem Fahrzeug ausführen, oder für Maler, Elektriker oder Restauratoren, die auf einer Leiter arbeiten, kann es sinnvoll sein, diese bewährte Anordnung umzukehren – und das ist natürlich auch ohne Weiteres möglich.

Praktisch wie die Bifokalbrille ist, hat sie dennoch in den letzten Jahrzehnten zugunsten der optisch noch leistungsfähigeren und gleichzeitig kosmetisch unauffälligeren Gleitsichtgläser viel von ihrer ursprünglichen Popularität unter Alterssichtigen eingebüßt.

Auch Bifokal- und Gleitsichtgläser können Sie bei EYEGLASS24 in eine vorhandene Fassung einarbeiten lassen. Diese Linsen sind in der Herstellung komplizierter und daher teurer als die Einstärkengläser für eine Lesebrille – aber bei uns können Sie trotzdem mit sehr günstigen Preisen rechnen.

7.2.3. KAMRA-Inlay

Ein KAMRA-Inlay ist eine eher exotische Alternative zur Lesebrille. Es handelt sich um ein dünnes, ringförmiges Implantat aus Kunststoff mit 3,8 Millimeter Durchmesser, das per Laserschnitt in einem unkomplizierten Eingriff in die obere Schicht der Hornhaut eines Auges eingesetzt wird. Das Implantat sitzt direkt vor der Pupille und wirkt bei ohnehin kleiner Pupille als Lochblende. 

Ein KAMRA-Inlay macht bei heller Beleuchtung ein Auge quasi zur Lochkamera: Dieses einfache optische Gerät benötigt gar keine fokussierende Linse, weil durch die winzige Blende überwiegend parallele Strahlenbündel einfallen, die gar nicht fokussiert werden müssen. So entsteht auch mit dem Inlay trotz fehlender Akkommodation ein scharfes Bild auf der Netzhaut. 

Ein KAMRA-Inlay kann eine Empfehlung für alle sein, die mit ihrer Fernsicht zufrieden sind und großen Wert darauf legen, weiterhin komplett brillenfrei zu bleiben. Das Implantat beruht auf wesentlich simpleren Prinzipien als andere refraktärchirurgische Lösungen (Presby-LASIK, multifokale Intraokularlinsen). Entsprechend kann weniger schief gehen, und der Eingriff ist zudem vollständig reversibel. 

Ein KAMRA-Inlay gibt bei ausreichender Beleuchtung gute, wenn auch einäugige Nahsicht. Bei schlechten Lichtverhältnissen oder aus anderen Gründen vergrößerter Pupille funktioniert der Lochblendeneffekt nicht. Für Nahtätigkeiten, bei denen es auf räumliches Sehen ankommt (etwa beim Einfädeln einer Nadel, beim Löten oder ähnlichen feinmotorischen Basteleien), ist das KAMRA-Inlay nicht ganz optimal, weil nur ein Auge über die verbesserte Nahsicht verfügt und dem Gehirn damit die für das räumliche Sehen wichtigen Informationen fehlen, die ein beidäugiger Seheindruck liefert.

Die Implantation von KAMRA-Inlays wird von einigen Augenlaser-Zentren angeboten; der hohe Preis (um 3000 Euro) macht den relativ unbekannten Eingriff aber eigentlich nur für Begüterte interessant.

7.2.3. Andere Lösungen rund um Monovision

Schon die eben beschriebenen KAMRA-Inlays könnte man zu den sogenannten Monovisions-Lösungen rechnen: Durch das kleine Implantat wird nur ein Auge für die Nahsicht fit gemacht. An der Sicht auf weitere Distanzen sind bei KAMRA allerdings (fast) ganz normal beide Augen beteiligt.

Monovision lässt sich auch auf andere Weise erreichen: Sowohl mit Kontaktlinsen als auch mit LASIK (oder einer der anderen Varianten des Augenlaserns) oder mit implantierbaren Intraokularlinsen ist es möglich, ein Auge gewissermaßen “nahsichtig” und das andere “fernsichtig” zu machen. Da gibt es verschiedene Konzepte (ganz modern die sogenannte erweiterte Monovision mit Multifokallinsen, oder die Mini-Monovision, bei der in einem gewissen Entfernungsbereich beide Augen halbwegs scharf sehen), die wir hier nicht alle beschreiben können. Wenn Sie das Thema interessiert, finden Sie in unserem Blog zwei interessante Beiträge über Monovision mit Intraokularlinsen.

Wenn Sie allerdings nur von Altersweitsichtigkeit betroffen sind, ohne dass noch eine erhebliche Fehlsichtigkeit oder ein Grauer Star (diese ebenfalls altersbedingte Linsenveränderung ist kein seltener Begleiter der Alterssichtigkeit) hinzukommen, wird Ihnen ein verantwortungsvoller Augenarzt kaum einen großen refraktärchirurgischen Eingriff wie Augenlasern oder einen chirurgischen Linsentausch empfehlen: Der kostet eine Menge Geld, das Sie aus der eigenen Tasche berappen müssten, und Sie setzen Ihre abgesehen von der Alterssichtigkeit perfekt gesunden Augen einem kleinen, aber vollkommen unnötigen Komplikationsrisiko aus. 

Ob Monovision etwas für Sie ist, können Sie dann immer noch mit Kontaktlinsen testen (und das sollten Sie auch dann tun, wenn Sie wirklich refraktäre Chirurgie in Erwägung ziehen): Sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt darüber. 

Übrigens: Mit Brillengläsern funktioniert Monovision nicht so gut, weil die beiden Linsen aufgrund ihrer stark unterschiedlichen Brechkraft die Umgebung unterschiedlich groß abbilden (Kontaktlinsen haben dagegen nur ganz wenig sogenannte Eigenvergrößerung, weil sie direkt auf der Hornhaut schwimmen).

7.2.4. Multifokale Lösungen: Multifokale Kontaktlinsen, multifokale Intraokularlinsen, PresbyLASIK

Multifokale, brillenfreie Korrekturoptionen bei Alterssichtigkeit gibt es in Form von Kontaktlinsen, implantierbaren Intraokularlinsen oder Laser-Modellierung der Hornhaut (PresbyLASIK). 

Diese Lösungen basieren auf dem Grundprinzip, jedem Auge Zonen unterschiedlicher Brechkraft für die Nah- und Fernsicht zu geben. Anders als bei Gleitsichtgläsern kann aber niemand nur durch den oberen oder unteren Teil seiner Augenlinse, seiner Hornhaut oder seiner Kontaktlinse schauen. Daher überlagern sich bei multifokalen Lösungen unter den meisten Sehbedingungen die für die Nah- und Fernsicht optimierten Abbildungen, und es resultiert in jedem Fall eine gewisse Herabsetzung der Sehschärfe. 

Weiterhin weisen alle multifokalen Lösungen mehr oder weniger ausgeprägte typische Beeinträchtigungen auf – in erster Linie sind das Halos um Lichtquellen und Blendeffekte. Sehr viele Patienten kommen mit diesen Nebenwirkungen gut zurecht und bemerken sie mit der Zeit kaum noch. Die Fachliteratur berichtet aber auch von Patienten, die große Schwierigkeiten hatten, sich daran zu gewöhnen (eine Intraokularlinse oder eine gelaserte Hornhaut können Sie nicht eben mal abnehmen wie eine Brille, wenn sie Ihnen gerade zuviel wird) – und sogar von einigen, die sich letztlich zum Beispiel für die Entfernung der Multifokallinsen entschieden.

Über die verschiedenen multifokalen Möglichkeiten lässt sich vieles sagen, das diesen Rahmen sprengen würde. Bei Interesse bietet unser Artikel über Gleitsichtgläser eine ausführlichere Übersicht. Weiterführende Informationen zu den verschiedenen Verfahren finden Sie im EYEGLASS24 Lexikon (Stichworte Multifokale Kontaktlinsen, Diffraktive und Refraktive multifokale Intraokularlinsen, PresbyLASIK). 

Bei unbeeinträchtigter Fernsicht und ungetrübter Augenlinse ist keiner der refraktärchirurgischen Eingriffe uneingeschränkt zu empfehlen: In jedem Fall würden Sie für die verbesserte brillenfreie Nahsicht ein Stück Ihrer perfekten Fernsicht opfern und sich zudem die typischen Halos und Blendeffekte einhandeln. Sinnvoll sind diese Lösungen erst dann, wenn die visuelle Ausgangssituation deutlich schlechter ist: Also wenn Sie zusätzlich zur Alterssichtigkeit noch eine ausgeprägte “echte” Fehlsichtigkeit (Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Astigmatismus) haben, und/oder wenn Sie an grauem Star (einer altersbedingten Trübung der Augenlinse) leiden.

 

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8. Die Geschichte der Lesebrille

Die ältesten echten Korrekturbrillen waren Lesebrillen: Im späten 13. Jahrhundert wurden in italienischen Klöstern die ersten Sammellinsen aus Kristall in einfache Doppelfassungen eingesetzt, die sich alterssichtige Mönche und Gelehrte beim Lesen auf die Nase klemmten oder vor die Augen hielten. Erst im 15. Jahrhundert folgten konvex geschliffene Brillengläser, die eine Kurzsichtigkeit korrigieren konnten.

Dann dauerte es noch an die 600 Jahre, bis die moderne Brillenfassung erfunden wurde: Lange Zeit behalf man sich klaglos mit Klemmbrillen, Kneifern, Brillen, die von heute sehr seltsam anmutenden Stirnbändern gehalten wurden, Lorgnons (“Brillen am Stiel”) und anderen Konstruktionen. Erst 1727 entdeckte ein englischer Optiker namens Edward Scarlett erstmals die Ohren als mögliche Brillenhalterung – seine Erfindung wurde jedoch nicht besonders enthusiastisch begrüßt. Erst im 20. Jahrhundert setzte sich die Brille mit Bügeln allgemein durch. 

Ein wichtiger Termin für die moderne Lesebrille war die Einführung der Fertiglesebrille, die mit einer ersten Deregulation des Augenoptikmarktes einherging. Zunächst in Asien und Amerika verbreitet, wurde der Markt für günstige Lesebrillen von der Stange in den 1980er Jahren auch von deutschen Händlern erschlossen – zunächst gegen den heftigen Widerstand der Optiker. Der Zentralverband ZVA der deutschen Augenoptiker klagte 1996 gegen einen unabhängigen Händler – aber das Urteil fiel nicht aus wie erhofft. Nach fast zweijähriger Verhandlungsdauer räumte das Landgericht Hamburg im Juli 1988 Lesehilfen eine Art Sonderstatus unter den Korrekturbrillen ein, erlaubte ihren Vertrieb ohne vorhergehenden Sehtest auch optikbranchenfremden Anbietern und bahnte so der Fertiglesebrille aus Kaufhaus, Drogeriemarkt, Kiosk – und heute natürlich aus dem Internet – den Weg. 

 

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