Brille kaputt | Brillengläser online bestellen | EYEGLASS24
Kostenlose Beratung 0800 - 33 00 55 00

Brille kaputt - was tun?

Runtergefallen, draufgesetzt, zerbrochen, total verbogen: So eine Brille mit ihrem dünnen Gestell, den zarten Scharnieren und den zerbrechlichen Gläsern überlebt kleine Katastrophen wie einen Sturz auf den Fliesenboden, eine Nacht unter dem Kopfkissen, die Begegnung mit einem Schuh oder einem neugierigen Kleinkind häufig nicht intakt.

Was jetzt? Was tun? Was genau ist da passiert? Kann ich das selbst reparieren? Wenn ja, wie? Wo bekomme ich günstig neue Brillengläser? Was kostet die Reparatur beim Optiker? Wer zahlt für Reparatur oder Neukauf? Die Antworten auf alle Ihre Fragen rund um das Thema “Kaputte Brille” finden Sie hier!

 

Jetzt neue Brillengläser im Konfigurator zusammenstellen

1. Allererste Tipps

1.1. Die einstellbare Brille als Ersatz für den Notfall

Ein sehr nützlicher Nothelfer für Handtasche oder Schublade ist eine einstellbare Brille (zum Beispiel von Adlens). Einfache Varianten solcher Sehhilfen gibts für deutlich unter 50 Euro. Das Besondere: Hier können Sie durch Drehen an einem kleinen Rädchen die Korrekturwerte für jedes Brillenglas nach Bedarf immer wieder neu einstellen – gewöhnlich zwischen –6 und +3 Dioptrien. Da freuen sich auch Freunde oder Kollegen mit Brillen- oder Kontaktlinsenpech. 

Klar, dass Sie mit dieser cleveren Notlösung nicht das brillianteste aller möglichen Seherlebnisse haben – aber Sie sind erst einmal wieder handlungsfähig.

1.2. Brillen-Reparaturset: Kleine Anschaffung, großer Nutzen

Als überzeugter Brillenträger sollte man eins im Haus haben. Ein einfaches Brillen-Reparaturset enthält den winzigen Schraubenzieher, den Sie benötigen, um die Schräubchen von Scharnieren, Nasenpads und Brillenrahmen aus Metall festzuziehen, dazu gleich noch ein paar Ersatzschrauben und -pads.

Ein mögliches Problem wollen wir Ihnen allerdings auch nicht verschweigen: Schräubchen & Co. sind von Brille zu Brille leider nicht standardisiert. Am zufriedensten sind die Amazon-Kunden, die sich gleich einen ganzen Satz von Schraubenziehern und Schrauben angeschafft haben (Kostenpunkt für beides zusammen um die 20 Euro). Die kleinen Schraubenzieher kann man auch zum Aufschrauben der Batteriefächer von diversem asiatischen Elektronik-Schnickschnack immer wieder gut brauchen...

 

Jetzt neue Brillengläser im Konfigurator zusammenstellen

2. Brille kaputt – wie weiter?

Können Sie zu Hause noch etwas für Ihre Brille tun? Ist die Sehhilfe ein Fall für den Fachmann? Oder gar nicht mehr zu brauchen? Schreiten wir zur Diagnose: Was ist passiert?

2.1. Brillengläser kaputt

Keine Frage: Sie brauchen neue. Wenn die Korrekturwerte vielleicht nicht mehr ganz gestimmt haben, ist jetzt eine gute Gelegenheit, bei Ihrem Optiker eine neue Brillenglasanpassung vornehmen zu lassen und die ganze Sehhilfe wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

Sie waren mit Ihren Korrekturwerten vollkommen zufrieden? Dann nutzen Sie einfach den Service von EYEGLASS24! Zerbrochene, gesprungene oder zerkratzte Brillengläser mit bekannten Korrekturwerten sind genau der Fall, in dem wir Ihnen am allerbesten und reibungslosesten helfen können. Wie bieten Einstärkengläser, Gleitsichtgläser, Arbeitsplatzgläser und Bifokalgläser aus Kunststoff- und Mineralglas. Wir “verglasen” Vollrand-, Halbrand-, randlose und Sportfassungen. Jedes Extra von Tönung bis Beschichtung, das Sie beim Optiker bekommen können, haben wir auch im Programm. 

Sie schicken uns Ihre Brille  – wir bauen neue Gläser ein – in ein paar Tagen haben Sie sie wieder. Das ist extrem einfach, bequem, portofrei – und bis zu 70 Prozent günstiger als beim stationären Optiker.

2.1.1. So funktioniert die Bestellung bei EYEGLASS24

Unser Brillenglas-Konfigurator begleitet Sie Schritt für Schritt durch den Online-Bestellprozess. Bei der Auswahl (oder beim Wegklicken) von Extras haben Sie immer genau den günstigen Endpreis im Blick. 

Haben Sie den Brillenpass zur Hand, können Sie uns Ihre Korrekturwerte direkt beim Bestellen übermitteln. Anderenfalls schreiben Sie uns später eine Mail, rufen an oder faxen – oder Sie legen Brillenpass oder Brillenrezept in das Päckchen mit der Brille. 

Sie haben den Brillenpass nicht mehr? Oft können wir die Korrekturwerte aus den alten Brillengläsern übernehmen. Sind die Gläser nur zerkratzt oder gesprungen, könnte das auch bei einer kaputten Brille funktionieren. Sind sie allerdings in tausend Stücke zerbrochen, müssen auch unsere versierten Optikermeister passen. Wenn Sie trotzdem unseren Service in Anspruch nehmen möchten, müssten Sie eine neue Brillenglasanpassung bei einem stationären Optiker vornehmen und sich das Brillenrezept mitgeben lassen. 

Kommunikation schreiben wir groß: Wenn Sie eine Frage haben oder Beratung brauchen, sind wir am Telefon oder per Email für Sie da. Falls auf unserer Seite ein Problem auftaucht oder wir zusätzliche Informationen von Ihnen benötigen, kontaktieren wir Sie ebenfalls persönlich.

2.2. Brillenglas aus dem Rahmen gefallen

Keine Sorge: Das kriegen Sie wahrscheinlich auch selbst wieder hin. Wenn nicht, hilft der Optiker – und der kleine Handgriff geht, sofern nicht noch weitere Diagnostik und Reparaturen nötig sind, eigentlich fast immer aufs Haus.

Achtung Träger runder Brillen: Die Orientierung der Brillengläser in der Fassung ist wichtig. Das gilt um so mehr, wenn Sie eine Hornhautverkrümmung haben (dann stehen im Brillenpass zusätzlich zur verordneten Sphäre auch Werte für Achse und Zylinder). Aber auch bei rein sphärischen Korrekturen sind die Brillengläser wegen der individuellen Zentrierung normalerweise nicht drehsymmetrisch: Ihr optisches Zentrum sitzt nicht genau in der Glasmitte. Wenn die Orientierung der Linsen nicht durch die Form von Glas und Fassung ganz genau vorgegeben ist, nehmen Sie beim Wiedereinsetzen besser die Hilfe eines Optikers in Anspruch. 

2.2.1. Brillenglas verloren bei Kunststoffbrille

Anders als man meinen könnte, sind Brillengläser bei Vollrandbrillen aus Kunststoff nicht in den Rahmen geklebt oder sonstwie besonders daran befestigt. Sondern einfach hineingedrückt. Beim ursprünglichen Einschleifen wurden ihr Umriss perfekt an die Form des Brillenrahmens und ihr seitliches Profil an das innere Rahmenprofil angepasst. Damit sitzen sie normalerweise ohne jede zusätzliche Unterstützung in einer kleinen Rille an der Innenseite des Rahmens fest. Normalerweise. 

Wenn Brillengläser aus dem Rahmen fallen, war oft Wärme das Problem. Lag die Brille im heißen Auto oder auf dem Fensterbrett in der Sonne? Dann hat sich in der Wärme wahrscheinlich der Rahmen stärker ausgedehnt als das Glasmaterial, und die Brillengläser haben sich gelockert. Wärme ist dann oft auch die Lösung: Erwärmen Sie den Rahmen vorsichtig mit einem Fön. Achten Sie durch Drehen und Wenden des Rahmens darauf, dass er sich gleichmäßig erwärmt. Versuchen Sie dann, das das Glas behutsam wieder in den Rahmen zu drücken. Happy end.

Der Tipp funktioniert bei Ihnen nicht? Oder Sie verlieren Ihr Brillenglas immer wieder? Dann muss ein Fachmann nach dem Rechten sehen. Vielleicht ist von vornherein beim Einschleifen der Gläser ein kleiner Fehler gemacht worden. Vielleicht hat sich das Gestell verzogen oder verbogen, so dass Glas und Rahmen jetzt nicht mehr perfekt zusammenpassen. Wenn es sich um eine ältere oder gar Vintage-Brille handelt, kann das Kunststoffmaterial geschrumpft sein. Dann hat es das Brillenglas gewissermaßen aus dem Rahmen “herausgedrängelt”. 

Diese und andere Probleme kann ein Optiker im allgemeinen durch Überarbeiten des Brillengestells oder Neubeschleifen der Brillengläser lösen. 

2.2.2. Brillenglas verloren bei Metallbrillen

Bei Metallbrillen funktioniert das Wiedereinsetzen eines herausgefallenen Brillenglases anders – ist aber auch nicht weiter kompliziert. Hier ist der Rahmen fast immer mit einer kleinen Schraube um die Linse herum festgeschraubt. Die Schraube finden Sie schläfenseits an den Brillenbacken. 

Schräubchen mit dem passenden Schraubenzieher lose schrauben – Brillenglas in den Rahmen drücken – Schräubchen wieder festschrauben. Fertig. 

Wieder gilt: Funktioniert die DIY-Reparatur nicht oder schlüpft Ihr Brillenglas bei jeder sich bietenden Gelegenheit wieder aus dem Rahmen, hat der Optiker das Geschick und die Mittelchen für eine dauerhafte Reparatur. 

2.2.3. Brillenglas verloren bei Halbrandbrillen

Bei Halbrandbrillen wird der Teil des Brillenglases, der nicht im Rahmen steckt, von einem feinen Nylonfilament gehalten, das durch eine Führungsrille an der Seite des Brillenglases läuft. 

Ist das Brillenglas herausgefallen, aber das Filament noch intakt, setzen Sie das Glas in den Rahmen ein, ziehen das Filament mit einem darüber geschlungenen Band (Geschenkband funktioniert zum Beispiel gut) nach unten und führen es von einem zum anderen Ende des randlosen Teils um das Brillenglas herum, so dass es überall in der Rille zu liegen kommt. Fertig. 

Ist das Filament zerrissen oder zu schlaff, lässt sich auch ein neues Filament ohne große Mühe in den Brillenrahmen fädeln. Haben Sie keinen geeigneten Nylonfaden im Haus, hilft der Optiker gern.

2.3. Ärger mit den Brillenscharnieren

Das Scharnier ist das kleine Metallbauteil, das für die bewegliche Verbindung zwischen Rahmen und Brillenbügel sorgt. Wenn direkt hier etwas kaputtgegangen ist, kann es oft ohne großen Aufwand repariert werden, und Ihr Brillengestell ist danach wie neu. Wie leicht die Reparatur ist, hängt von der Art des Scharniers ab: Bei einem Standardscharnier haben Sie zuhause gute Chancen, alles wieder zu richten. Ein Federscharnier, wie es bei teureren modernen Fassungen häufig eigesetzt wird, ist eher ein Fall für den Optiker. Ultramoderne schraubenlose Scharniere (zum Beispiel von Silhouette oder IC! Berlin) werden durch clevere Steckverbindungen zusammengehalten. Ihnen die zu erklären, überlassen wir aber den Herstellern.

2.3.1. Standardscharnier – Schräubchen verloren? Oder Scharnier verbogen?

Hat Ihre Brille ein Standardscharnier (auch Schraubscharnier oder Tonnenscharnier genannt), sind Sie fein raus: Wie das funktioniert, ist auf den ersten Blick klar. Die beiden Scharnierteile haben eine Reihe von versetzten sogenannten Augen (zusammen mindestens drei und maximal sieben), die wie die Zähnchen eines Reißverschlusses ineinander geschoben werden und zusammen einen durchgängigen (Hohl-)Zylinder bilden. Durch den wird eine kleine Schraube geschraubt, die beide Teile beweglich verbindet. 

Klappert das Scharnier zu locker herum, reicht es normalerweise, die Schraube mit einem passenden Schraubenzieher wieder festzuziehen. Ist der Bügel ab, und die Schraube haben Sie irgendwo auf dem Fußboden gefunden (oder Sie besitzen schlauerweise ein Brillen-Reparaturset mit Ersatzschrauben): Einfach zusammensetzen – Schräubchen einstecken – festziehen. Fertig.

Keine Schraube zur Hand? Zeitweisen Ersatz koennen Sie mit einem durch das Scharnier gesteckten und außen verdrillten Draht oder dem dünnen Ende eines Zahnstochers schaffen.

Hat sich das Scharnier verbogen, so dass die Bügel schief sitzen oder zu weit abstehen, können Sie die Scharnieraugen in vielen Fällen mit einer kleinen Flachzange behutsam wieder in die richtige Position biegen. Je mehr Augen Ihr Scharnier hat, desto komplizierter wird das allerdings...

2.3.2. Defektes Federscharnier

Federscharniere sind bei Brillenherstellern und -kunden beliebt, weil sie den Brillenbügeln zusätzliche Flexibilität verleihen: Die Bügel lassen sich beim Auf- und Absetzen über die 90-Grad-Position aufbiegen – damit wird ein strammer Sitz der Brille möglich, wie er mit einem Standardscharnier nicht zu erreichen ist. Der Nachteil: Federscharniere sind kompliziert. Beim Blick auf ihre Einzelteile fühlt man sich tendenziell wie ein Rüsseltier beim Blick ins Uhrwerk. 

Immerhin wird auch ein Federscharnier zunächst einmal von einer Schraube zusammengehalten. Die sich festziehen lässt, wenn das Scharnier einen zu lockeren Eindruck macht. Ist die Schraube herausgefallen, lassen sich die beiden Scharnierteile nicht ohne weiteres wieder so zusammenbringen, dass die Schraube hindurchgeht – der Federmechanismus zieht nämlich das eine “Auge” ins Scharniergehäuse. Unmöglich ist auch die DIY-Reparatur eines Federscharniers nicht (youtube ist eine Hilfe, vor allem, wenn man ein bischen Englisch kann: Federscharnier heißt “spring hinge”) – aber wer (bei ungewissem Ausgang) diese Zeit nicht investieren will, betraut lieber einen Optiker mit dieser Arbeit.

2.3.3. Brillenscharnier gebrochen?

Durch Überbeanspruchung, aber auch durch die alltägliche normale Beanspruchung können Brillenscharniere auch brechen oder im Ganzen ausbrechen. Der Neueinbau eines Scharniers ist ein Job für den Optiker – ist aber häufig ohne weiteres möglich, sofern das Brillengestell ansonsten intakt geblieben ist. Bitte versuchen Sie in einem solchen Fall lieber nicht, das Scharnier provisorisch wieder einzukleben – sonst wird am Ende der Rahmen doch noch beschädigt.

2.4. Nasenpads abgefallen/abgebrochen

Für die Reparatur kommt es darauf an, was genau passiert ist. Nasenpads zum Schrauben lassen sich, sofern sonst nichts zerbrochen ist, mit dem richtigen Schräubchen wieder befestigen. Nasenpads zum Aufstecken stecken Sie, wie der Name schon sagt, einfach auf eine Halterung am Brillenrahmen. Manche werden aufgeschoben, andere mit leisem Klick aufgedrückt. Ersatzpads gibts online – aber der Gang zum Optiker geht in vielen Fällen dann doch schneller und erspart Ihnen potentiellen Fehlkauf-Ärger.

Ist die Halterung für die Nasenpads abgebrochen, kann ein Optiker vielleicht noch etwas löten, oder eine neue Halterung in den Kunststoffrahmen einschmelzen. Wollen Sie die Reparatur selbst wagen, sollten Sie auf jeden Fall die Brillengläser aus dem Gestell nehmen, bevor Sie mit dem Lötkolben loslegen!

2.5. Brillengestell zerbrochen

Aus einem zerbrochenen Brillengestell wird kein neues mehr. Aber mit ein paar Erste-Hilfe-Maßnahmen, die Sie zu Hause vornehmen können, kommen Sie in vielen Fällen noch über die nächsten Tage oder sogar Wochen. Allerdings: Wenn Sie meinen, dass Sie eventuell einen Garantieanspruch geltend machen können, sollten Sie das lassen (siehe 3.2.1.)

Besonders gern brechen Brillen mitten durch – genau an der Nasenbrücke. Mit den gleichen Mitteln wie eine gebrochene Nasenbrücke lassen sich aber auch abgebrochene Brillenbacken oder durchgebrochene Bügel provisorisch reparieren. 

2.5.1. Kunststoffbrillen – Kleber ist Ihr Freund!

Mit einem guten Universal- oder Kunststoffkleber holen Sie Ihre Plastikbrille für eine Zeit wieder ins Leben zurück – auf jeden Fall besser als mit Tesafilm! 

Während Sie mit Klebstoff arbeiten, ist es sinnvoll, die Brillengläser in Frischhaltefolie oder ähnliches einzupacken und alles, was nicht geklebt werden soll, zum Beispiel mit Papierklebeband abzukleben – mit einem Klebefingerabdruck auf einem Kunststoff-Brillenglas hätten Sie nämlich gleich wieder ein neues Problem.

Besonders gut funktionieren Kleber, die auch im Modellbau benutzt werden: Mit denen können filigrane Bauteile sehr beständig verklebt werden. Bastelprofis schwören auf Zweikomponentenkleber wie Methylmethacrylat (zum Beispiel UHU Plus multifest) oder Epoxid (zum Beispiel UHU Plus schnellfest oder sofortfest), die besonders robuste Verbindungen erzeugen. Hier müssen zwei verschiedene Klebekomponenten vor dem Auftragen gründlich vermischt werden – zum Beispiel in einem Plastikflaschenverschluss als Mini-Schüssel.

Vor dem Kleben ist wichtig:

  • Bruchkanten mit feinem Sandpapier etwas aufrauen, um die Oberfläche, die beim Kleben “greifen” kann, zu erhöhen
  • Bruchkanten reinigen, am besten mit einem Mikrofasertuch

Beim Kleben müssen Sie die beiden Bruchkanten natürlich möglichst passgenau zusammenfügen. Das macht einerseits die Klebeverbindung haltbarer und stellt andererseits sicher, dass die Brille nach dem Kleben noch richtig auf Nase und Ohren sitzt. 

Eine Möglichkeit, die Verbindung zwischen den beiden Bruchkanten zusätzlich zu stabilisieren, ist eine Art innere Schienung mit einem oder zwei Metallstiften: Wer geschickt genug ist und das entsprechende Werkzeug hat, bohrt in beide Bruchkanten kleine Löcher und schafft mit Drahtstückchen oder feinen Glaserstiften eine oder zwei Verbindungen von einer zur anderen Seite. Alternativ können Sie die beiden Bruchstellen mit einem Fön oder im Wasserdampf dicht über einem Topf mit kochendem Wasser erweichen und versuchen, die Metallstifte ohne Bohren direkt in das Kunststoffmaterial zu drücken.

Manchmal wird auch empfohlen, rechts und links von der Bruchstelle ein Loch durch den Rahmen zu bohren und als Extraverstärkung Brücke oder Bügel nach dem Kleben mit Nadel und Nylonfaden zusammenzunähen.

Aber Achtung: Der Gefahr, dass Sie Ihre Brille beim Herumbohren am Brillengestell noch weiter beschädigen, sollten Sie sich bewusst sein!

2.5.2. Chemie-Magie für Acetatbrillen

Brillen aus Acetat lassen sich an den beiden Bruchstellen durch etwa zweiminütiges Eintauchen in reines Aceton aufweichen. Nach dem anschließendem Zusammendrücken und 24 Stunden Trocknen entsteht wieder eine recht belastbare Verbindung. Unebenheiten rund um die Reparaturstelle können Sie durch vorsichtiges Bereiben mit Aceton entfernen.

2.5.3. Metallbrillen: Wer löten kann, ist hier im Vorteil

Auch Metallbrillen lassen sich mit geeignetem Kleber wieder zusammensetzen. Nur steht wegen der meist sehr dünnen Rahmen nur eine sehr kleine Klebefläche zur Verfügung: schlechte Voraussetzungen für belastbare Verbindungen.

Wer einen Lötkolben und Lötzinn im Hobbykeller hat, kann damit eine temporäre Reparaur probieren. Mit Titanbrillen funktioniert das allerdings eher schlecht. Ein um das Metall gewickelter Kupferdraht kann die Lötverbindung stabilisieren.

Je dichter an den Brillengläsern Sie mit dem heißen Lötkolben operieren, desto größer wird die Gefahr, dass den Linsen bei der Reparatur etwas passiert. Am besten, Sie nehmen sie vorher aus der Fassung. Wie Sie das anstellen, entnehmen Sie dem Kapitel über herausgefallene Brillengläser (Tricks zum Wiedereinsetzen der Linsen helfen auch beim Herausnehmen).

Vor dem Kleben oder Löten gilt wie für Plastikbrillen: Mit Sandpapier aufgeraute, penibel saubere Bruchkanten verbessern die Haltbarkeit des Ergebnisses.

2.5.4. Fassung unrettbar kaputt – Brillengläser noch heil?

Wenn die Fassung nicht mehr zu retten ist – oder Sie vielleicht ohnehin ganz froh sind, mal eine neue auszuprobieren, kann es sich trotzdem lohnen, die Brillengläser aufzubewahren. Ist Ihre nächste Fassung kleiner als die kaputte, kann ein freundlicher Optiker versuchen, die alten Gläser in die neue Fassung einzuschleifen. 

Allerdings: Stimmen Eigenschaften der alten und der neuen Fassung wie der Hornhautscheitelabstand oder die Vorneigung nicht überein, sind auch Korrekturwerte und Zentrierung Ihrer alten Brillengläser für die neue Brille möglicherweise nicht mehr optimal. Wenn der Optiker Ihnen von der Verwendung der alten Linsen abrät, kann das also jenseits von Verdiensterwägungen durchaus gute Gründe haben.

 

Jetzt neue Brillengläser im Konfigurator zusammenstellen

3. Brille kaputt – die Kosten

Ärgerlich sind natürlich auch die Kosten, die jetzt für Reparatur oder Neukauf anfallen. Eventuell greift ja eine Garantie. Oder die Versicherung zahlt. In jedem Fall bekommen Sie Ihre neuen Brillengläser bei EYEGLASS24 besonders günstig.

3.1. Wieviel kostet die Reparatur?

Das können wir Ihnen so leider auch nicht sagen. Vom kleinen Handgriff, den ein freundlicher Optiker gratis erledigt, bis zur größeren Rechnung ist alles möglich. Für kleinere handwerkliche Reparaturen werden gern so um die 20 Euro berechnet. Müssen Originalersatzteile bestellt werden (spezielle Federscharniere, neue Bügel...) hängt der Preis auch davon ab, was für eine Brillenmarke Sie tragen (das ist ein bisschen wie beim Auto...).

Neue Brillengläser wiederum kosten so viel, wie neue Brillengläser eben kosten: Das hängt von der Aufwändigkeit des Schliffs, vom Material und von Extras wie Entspiegelungen ab, beginnt bei etwa 30 Euro für das Paar und endet irgendwo deutlich über 1000. Eine Rolle spielt natürlich auch, wo Sie die Neuverglasung erledigen lassen. Wie gesagt: Bei EYEGLASS24 sparen Sie im Vergleich mit stationären Optikern bis zu 70 Prozent.

3.2. Brille kaputt – wer kommt für den Schaden auf?

Ob Garantien oder Versicherungen für den Schaden aufkommen, hängt davon ab, wie die Brille kaputtgegangen ist. 

3.2.1. Garantie?

Viele Optiker und Online-Optiker bieten eine Garantie auf bei ihnen gekaufte Brillen und Brillengläser. Allerdings bezieht sich diese Garantie nur auf Mängel, die durch Herstellungs- oder Materialfehler auftreten. Im Zweifelsfall lässt sich sicher diskutieren, ob etwa ein Bügel oder eine Nasenbrücke aufgrund eines Materialfehlers gebrochen sind. Trägt die Brille jedoch deutliche Spuren eines heftigen Unfalls oder anderen “nicht bestimmungsgemäßen” Gebrauchs, wird die Garantie kaum greifen.

Achtung: Wer selbst Hand anlegt, verliert den Garantieanspruch!

Selber machen ist toll und spart Geld, keine Frage. Eines aber sollten Sie wissen: Reparaturversuche, die Spuren am Brillengestell hinterlassen (also nicht das Festziehen einer Schraube, aber zum Beispiel Zangenspuren und alles, was mit Kleben oder Löten zu tun hat) machen eventuell vorhandene Garantieansprüche hinfällig. 

3.2.2. Hausratsversicherung?

Hausratsversicherungen versichern Ihren Besitz – und dazu gehört auch Ihre Brille – üblicherweise gegen Schäden durch Feuer, Wasser, Hagel, Lawinen, Steinschlag oder Erdrutsch. Wenn Sie also glaubhaft machen können, dass Ihre Brille von einem riesigen Hagelkorn getroffen wurde: Glückwunsch – die Versicherung zahlt. Bei den Dingen, die Brillen normalerweise zustoßen, fühlt sich Ihre Hausratsversicherung dagegen nicht zuständig.

3.2.3.Haftpflichtversicherung?

Wenn jemand anders Ihre Brille zerbrochen hat, und dieser Jemand besitzt eine Haftpflichtversicherung, stehen die Chancen gut, dass die Versicherung für Reparatur oder Neukauf zahlt. Was nicht jeder weiß: Ist Ihre Brille im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall zu Bruch gegangen, ist auch das ein Fall für die KFZ-Haftpflicht des Verursachers.

Die Versicherung wird nun eine genaue Schilderung des Schadenhergangs einfordern, dazu die originale Anschaffungsrechnung der beschädigten Brille, den Kostenvoranschag für die Reparatur beziehungsweise die Rechnung für Reparatur oder Neuanschaffung. Eventuell wird man sogar die beschädigte Brille selbst begutachten wollen. Manipulierte Brillenschadensfälle sind für die Haftpflichtversicherer Klassiker, und wenn aus irgendwelchen Gründen bei der Schadensmeldung ein Alarmglöckchen läutet, schaut man gern einmal besonders genau hin. Auch bei Ansprüchen, die die Versicherer als begründet beurteilen, beschränken sich die Erstattungsleistungen leider normalerweise auf den Zeitwert der Brille.

3.2.4. Krankenversicherung?

Nach dem im Februar 2017 beschlossenen Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung zahlen die deutschen gesetzlichen Kassen nun in vier Fällen für Brillengläser.

  • Bei Kindern und Jugendlichen
  • Bei Erwachsenen, die eine sphärische Brillenkorrektur von mindestens +-6 Dioptrien benötigen
  • Bei Erwachsenen mit einer Hornhautverkrümmung von mindestens 4 Dioptrien (Zylinderwert im Brillenpass)
  • Bei funktioneller Einäugigkeit (ein Auge hat einen bestkorrigierten Visus von maximal 20 Prozent)

In genau diesen Fällen haben Sie auch Anspruch darauf, dass die Kasse Ihnen neue Brillengläser bezuschusst, falls die alten zerbrochen sind. Vor allem für die Eltern Brille tragender Kinder ist das eine große Erleichterung: Bei Kleinkindern gehen die Brillen nicht selten im Monatstakt kaputt...

Die Kosten für Reparatur oder Neukauf von Brillenfassungen müssen gesetzlich Versicherte grundsätzlich selbst tragen.

Falls Sie eine private Zusatzversicherung für Sehhilfen abgeschlossen haben oder ohnehin privat krankenversichert sind, wird Ihnen die Versicherung beim Kauf neuer Brillengläser und bei Reparatur oder Neuanschaffung der Fassung auch dann unter die Arme greifen, wenn Sie erwachsen und einfach nur “ganz normal fehlsichtig” sind. Aber Achtung: Abhängig vom Tarif gibt es auch hier Einschränkungen, Selbstbehalte und Leistungsgrenzen.

3.2.5. Brillenversicherung

Filialoptiker wie Fielmann oder Apollo Optik, aber auch Online-Optiker und viele große Versicherer bieten Brillenversicherungen an. Hier zahlen Sie einen monatlichen Beitrag, und im Gegenzug zahlt die Versicherung, wenn die Brille kaputt geht, verloren oder gestohlen wird oder sich Ihre Augenwerte ändern – und auch, wenn Sie sich in längeren Abständen “einfach so” eine neue Brille gönnen.

Bevor Sie eine solche Versicherung abschließen, sollten Sie sich die Konditionen genau ansehen: Die Versicherer zahlen zwar grundsätzlich bei Änderungen der Dioptrienwerte – aber nicht alle fühlen sich auch für Reparaturen kaputter Brillen zuständig.

Typische Konditionen sehen etwa so aus: Bei einem monatlichen Beitrag, der irgendwo zwischen 5 und 80 Euro liegt (die teuren Tarife zahlen auch bei LASIK zu und/oder decken ein buntes Sammelsurium von Schutzimpfungen, Vorsorgeuntersuchungen, Hörgeräten, Heilpraktikerleistungen und Naturheilverfahren ab), werden für Sehhilfen zwischen 80 und 100 Prozent des Rechnungsbetrages für Neuanschaffungen von Brillengläsern und Gestellen erstattet – bis zu einem Höchstbetrag, der aktuell günstigstenfalls 400 Euro beträgt. Typischerweise zahlen die Versicherer innerhalb von zwei Jahren je nach Tarif maximal zwischen 100 und 400 Euro. Nehmen Sie die Versicherung innerhalb von zwei Jahren mehrmals in Anspruch, werden die bereits geleisteten Zahlungen entsprechend verrechnet. 

Ob sich das für Sie rechnet, sollten Sie vor Versicherungsabschluss mit dem Taschenrechner überprüfen. Das Vergleichsportal check24.de ist dabei eine große Hilfe.

 

Jetzt neue Brillengläser im Konfigurator zusammenstellen

Brillengläser online kaufen bei EYEGLASS24.
So einfach geht's:

  1. Brillengläser auswählen mit Hilfe unseres Konfigurators
  2. Kostenlose Einsendung Ihrer Brille/Fassung
  3. Einarbeitung der neuen Gläser in Ihre Fassung
  4. Portofreier Rückerhalt Ihrer Brille nach wenigen Tagen
Mehr erfahren
  • 100 Tage Rückgaberecht
  • Käufer- & Datenschutz
  • Bis zu 70% unter UVP
  • Versandkostenfrei
Beratung durch unsere Optiker:
0800 - 33 00 55 00 kostenfrei
Direkt Brillengläser auswählen

Wir sind zertifiziert

Logo EHI Logo Trusted Shops Logo SSL
* EYEGLASS24 vertreibt Brillengläser bis zu 70% unter der unverbindlichen Preisempfehlung der Brillenglas-Hersteller.