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Was ist "Vorneigung" bei einem Brillenglas?
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Brillengläser sitzen normalerweise nicht “lotrecht” vor den Augen, sondern etwas vorgeneigt – das sieht nicht nur besser aus, sondern man sieht auch besser. Diese Vorneigung muss aber bei der Zentrierung der Gläser berücksichtigt werden.

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Was ist der Fassungsscheibenwinkel?
...das Problemkind in der Brillenglasanpassung
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Der Fassungsscheibenwinkel misst die “Durchbiegung” einer Brillenfassung. Dioptrienwert, Astigmatismus-Korrektur, Zentrierung, Abbildungsfehler: Der Trageparameter mischt überall mit.

Sportbrillen, Sonnenbrillen & Co. haben große Fassungsscheibenwinkel

Viele Brillenfassungen sind ein bisschen “durchgebogen” – sie schmiegen sich der Rundung des Gesichts an. Stark durchgebogene Brillenfassungen (Wraparound-Fassungen) vergrößern das Gesichtsfeld Richtung Peripherie und schützen die Augen vor Staub und Fremdkörpern – daher sind sie in Form von Sonnenbrillen vor allem bei Sportlern (Radfahrern!) und Motorsportlern beliebt. Diese Durchbiegung der Fassung ist einer der kompliziertesten Trageparameter: Sie beeinflusst die Qualität der Abbildung durch die in die Fassung eingesetzten Brillengläser gleich auf mehrere verschiedene Arten.

Die Größe, die den Grad der “Durchbiegung” präzise angibt, ist der Fassungsscheibenwinkel (abgekürzt FSW, manchmal auch als Biegungswinkel bezeichnet). Wenn Sie ein Lineal gerade auf den Nasensteg der Brille legen, ist der Fassungsscheibenwinkel der Winkel, den das Brillenglas auf jeder Seite mit dem Lineal bildet.

Messbrille beim Optiker: FSW=0

Die Messbrille dagegen, die der Optiker Ihnen zur Ermittlung der richtigen Sehstärke auf die Nase setzt, ist gerade wie ein Brett (Fassungsscheibenwinkel Null). Typische Alltagsbrillen haben Fassungsscheibenwinkel um die 5 Grad, Sportfassungen können Fassungsscheibenwinkel von bis zu 25 Grad aufweisen.

Wie kann nun der in der Tragesituation erhöhte Fassungsscheibenwinkel (FSW) die Korrekturwirkung von Brillengläsern beeinflussen, die mit einer Messbrille mit FSW=0 bestimmt wurden? Der FSW hat in der Tat so vielfältige und starke Einflüsse, dass bei der Neuverglasung von Sportfassungen mit Korrektur-Brillengläsern nicht nur aus Formgründen spezielle Sportbrillengläser verwendet werden müssen – und idealerweise sogar individuell berechnete Brillengläser.

Einflüsse des FSW: Wo beginnen?!

  • Durch den schrägen Lichteinfall beim Blick geradeaus werden Abbildungsfehler im zentralen Gesichtsfeld relevant, die bei geraden Fassungen nur in der Peripherie zum Tragen kommen. Speziell durch den Astigmatismus schiefer Bündel entstehen problematische Unschärfen und Verzerrungen.
  • Die Lage der für die Zentrierung essenziellen Hauptdurchblickspunkte ist bei gerade vor den Augen sitzenden Brillengläsern direkt durch die Pupillendistanz gegeben. Sitzen die Gläser schräg vor den Augen, verschieben sich die Hauptdurchblickspunkte.
  • Der schräge Blick durch die angekippten Brillengläser vergrößert im Allgemeinen auch den Hornhautscheitelabstand und ändert damit die effektive Korrekturstärke.
  • Bei Brillengläsern mit Astigmatismus-Korrektur verschiebt sich durch die Verkippung der Gläser die effekive Lage der Achse.
  • Schräg sitzende Gläser wirken wie ein Prisma, d.h. sie lassen Objekte verschoben erscheinen. Das kann sogar Probleme mit dem binokularen Sehen geben.

Fazit: Mit einer Fassung mit erhöhtem Fassungsscheibenwinkel kommt man mit normalen Einstärkengläsern leicht in Teufels Küche. Solch eine Fassung mit den richtigen Brillengläsern zu versehen ist nicht nur eine Herausforderung beim Zentrieren: Selbst optimal zentrierte und angepasste sphärische Einstärkengläser, die den veränderten Hornhautscheitelabstand und die geänderte Lage der Hauptdurchblickspunkte berücksichtigen, liefern wegen der durch den schrägen Sitz der Gläser in der Fassung erhöhten Abbildungsfehler keine optimale Korrektur. Respekt, wenn Ihr Optiker hier fit ist und zum Beispiel die prismatische Wirkung durch ein entsprechendes Prisma im Glas ausgleicht.

Individuelle Brillengläser brauchen individuelle Messung der Trageparameter

Auch wenn es nicht um eine Sportbrille geht: Individuell angepasste Freiform-Gläser, die (unter anderem) den Fassungsscheibenwinkel berücksichtigen und Abbildungsfehler durch eine clever berechnete asphärische Glasoberfläche kompensieren, können bei stärker gebogenen Fassungen tatsächlich viel bringen. Vor der Bestellung muss aber die korrekte Vermessung der individuellen Trageparameter stehen: Lässt der Optiker die aus und ordert die Gläser mit Standardwerten, haben Sie viel Geld für quasi gar nichts bezahlt.

Sehstärke & Hornhautscheitelabstand:
(fast) untrennbar verknüpft!
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Bei großen Sehstärken kann ein ungewöhnlicher Hornhautscheitelabstand deiner Brille schuld daran sein, dass du mit deinen neu angepassten Brillengläsern schlecht siehst.

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Neue Brille und unzufrieden?
Was bei der Brillenanpassung schief gehen kann
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Unterschiede zwischen der Testsituation beim Optiker und der Tragesituation im Alltag können dafür verantwortlich sein, dass du mit deinen neuen Brillengläsern weniger gut siehst als erwartet. Lass den Sitz und Zentrierung überprüfen!

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Sehstärke mit Brillengläsern & Kontaktlinse:
das sind zwei Paar Schuhe!
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Die Sehstärke im Brillenpass ist keine feste Größe!

Wer von Brillengläsern auf Kontaktlinsen umsteigt (oder umgekehrt), kann nicht davon ausgehen, dass beide Sehhilfen die gleichen Dioptrienwerte haben. Den Dioptrienwert, den der Augenoptiker bei der Brillenglasanpassung ermittelt – und der dann im Brillenpass steht wie etwas Unveränderliches – sehen Brillenträger generell als eine feste Größe an, die ihre Fehlsichtigkeit eindeutig beschreibt. Die -2 Dioptrien, so denken die meisten, sind so etwas wie eine Eigenschaft ihrer Augen: Sie sind eben -2 Dioptrien kurzsichtig.

Leider ein Irrtum. Die -2 Dioptrien haben nicht nur etwas mit der Stärke der persönlichen Fehlsichtigkeit zu tun, sondern auch mit der Methode, wie diese gemessen wurde. Genauer gesagt, mit dem Abstand zwischen Auge und Brillenglas im Testbrillengestell. Normalerweise kommt man mit diesem Irrtum gut durchs Leben – aber spätestens beim Umstieg auf Kontaktlinsen kommt das Bild ins Wanken. Deswegen machen wir Sie jetzt ein für alle Mal ein Stückchen schlauer!

Die Sehstärke im Brillenpass ist keine feste Größe!

Den Dioptrienwert, den der Augenoptiker bei der Brillenglasanpassung ermittelt – und der dann im Brillenpass steht wie etwas Unveränderliches – sehen Brillenträger generell als eine feste Größe an, die ihre Fehlsichtigkeit eindeutig beschreibt. Die -2 Dioptrien, so denken die meisten, sind so etwas wie eine Eigenschaft ihrer Augen: Sie sind eben -2 Dioptrien kurzsichtig.

Leider ein Irrtum. Die -2 Dioptrien haben nicht nur etwas mit der Stärke der persönlichen Fehlsichtigkeit zu tun, sondern auch mit der Methode, wie diese gemessen wurde. Genauer gesagt, mit dem Abstand zwischen Auge und Brillenglas im Testbrillengestell. Normalerweise kommt man mit diesem Irrtum gut durchs Leben – aber spätestens beim Umstieg auf Kontaktlinsen kommt das Bild ins Wanken. Deswegen machen wir Sie jetzt ein für alle Mal ein Stückchen schlauer!

Dioptrienwert hängt vom Abstand Sehhilfe-Auge ab

Kurze Rekapitulation: Bei Kurzsichtigkeit ist die Brechkraft des Auges im Verhältnis zur Länge des Augapfels zu groß. Die Brennebene des optischen Systems “Auge”, in der das scharfe Bild entfernter Gegenstände entsteht, liegt vor der Netzhaut. Das Bild auf der Netzhaut ist etwas verschwommen. Umgekehrt ist bei Weitsichtigkeit die Brechkraft des Auges zu schwach: Das scharfe Bild entfernter Gegenstände entsteht hinter der Netzhaut. Um es auf die Netzhaut zu “rücken”, muss die Augenlinse auch beim Blick in die Ferne bereits etwas akkommodieren, also ihre Brechkraft erhöhen.

Brillengläser gegen Weitsichtigkeit sind Sammellinsen, die ein bisschen Extrabrechkraft liefern und so der Augenlinse erlauben, beim Fernblick entspannt zu bleiben. Sie geben den Lichtstrahlen quasi schon einen kleinen Knick nach innen. Den Rest schafft dann das Auge, und das Bild aus der Ferne fällt exakt auf die Netzhaut. Brillengläser gegen Kurzsichtigkeit sind dagegen Zerstreuungslinsen, die den Lichtstrahlen einen wohl bemessenen kleinen Knick nach außen geben. Nachdem die Strahlen dann Hornhaut und Augenlinse passiert haben, landet auch hier das Bild aus der Ferne wieder exakt auf der Netzhaut.

Nun deutet sich schon an, dass die Extrabrechkraft, die die Sehhilfe liefern muss, vom Abstand zwischen Brillenglas und Auge abhängt.

Größere Differenz bei größerem Dioptriewert

Je größer der Dioptrienwert, desto größer die Differenz zwischen Kontaktlinse und Brillenglas.
Die Differenz in den Dioptrienwerten von Kontaktlinse und Brillenglas wächst mit dem Diotprienwert selbst: Bei kleinen Fehlsichtigkeiten beträgt sie vielleicht nur 0,25 Dioptrien, bei Fehlsichtigkeiten über +-4 Diotprien kann sie durchaus auf 1,5 Dioptrien und mehr anwachsen.
Ihr Optiker kann (hoffentlich!) nach Messen der Entfernung zwischen Auge und Brillenglas (das ist der sogenannte Hornhautscheitelabstand) die Brillenglaswerte in Kontaktlinsenwerte umrechnen und umgekehrt – und diesen Service sollten Sie, wenn Ihnen an scharfer Sicht mit beiden Arten von Sehhilfen gelegen ist, auch in Anspruch nehmen!

Unterschiedliche Dioptriewerte

Bei Kurzsichtigkeit haben Kontaktlinsen kleinere Dioptrienwerte als Brillengläser. Bei Weitsichtigkeit ist es umgekehrt.

Fall Weitsichtigkeit: Je weiter das Brillenglas vom Auge entfernt ist, desto weiter nähern sich die Strahlen eines vor dem Passieren des Brillenglases parallelen Strahlenbündels vor dem Eintritt ins Auge bereits ihrem Schnittpunkt an (dem Brennpunkt der Sammellinse).
Ergo: Bei einer gegebenen Weitsichtigkeit ist die benötigte Korrektur um so kleiner, je weiter das Brillenglas vom Auge entfernt ist. Und um so größer, je dichter es am Auge sitzt. Am größten entsprechend für eine Kontaktlinse, die direkt auf der Hornhaut schwimmt.

Umgekehrt verhält es sich für die Kurzsichtigkeit: Je weiter vom Auge entfernt das Brillenglas ist, desto weiter werden die Strahlen eines vor dem Passieren der Zerstreuungslinse parallelen Strahlenbündels bis vor dem Eintritt in das Auge aufgespreizt.
Ergo: Bei einer gegebenen Kurzsichtigkeit ist die benötigte Korrektur um so größer, je weiter das Brillenglas vom Auge entfernt ist. Die kleinste Korrektur wird entsprechend für eine Kontaktlinse benötigt.

Der Hornhautscheitelabstand

Ein wichtiges Maß auch bei der Brillenglasbestimmung.
Und übrigens: Natürlich ist die Differenz zwischen Brillenglas- und Kontaktlinsenkorrekturwert nur der Extremfall eines generell auftretenden Problems. Wenn der Hornhautscheitelabstand der vom Optiker für die Brillenglasbestimmung genutzten Testbrille nicht identisch mit dem ihrer Brillenfassung ist, werden die mit der Testbrille ermittelten Korrekturwerte – sofern sie nicht entsprechend umgerechnet wurden – für Ihre Brillenfassung nicht ganz die richtigen sein. Das gleiche wird gelten, wenn Sie sich eine neue Fassung mit anderem Hornhautscheitelabstand zulegen und die Korrekturwerte der alten Brille einfach übernehmen. Natürlich sind die Unterschiede im Hornhautscheitelabstand von Fassung zu Fassung nicht sehr groß, und entsprechend wird auch Ihre Sicht nicht gravierend verschlechtert sein – aber besser sehen würden Sie schon, wenn man für die neuen Brillengläser auch den neuen Abstand berücksichtigt hätte.

Genau das ist der Grund dafür, warum bei der modernen Augenglasbestimmung für teure asphärische Brillengläser oder individualisierte Gleitsichtgläser der Hornhautscheitelabstand Ihrer Fassung gemessen wird. Wie Sie gesehen haben, ist diese Größe aber durchaus nicht nur in diesen Fällen relevant, sondern spielt auch für gutes Sehen mit ganz normalen Einstärkengläsern durchaus eine Rolle.