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Berater
Schutz für die Augen
die richtigen Sonnenbrillengläser

Gehörst du zu den Zugvögeln, die am liebsten dem Sommer hinterherreisen? Vergiss auf dem Weg Richtung Süden nicht die Sonnenbrillengläser!

Egal, ob es für dich in den Winterferien ins südliche Gefilde mit Freude auf Strand, Wärme und Sonnenschein geht oder wenn du im Winter Spaß und Erholung lieber im Pulverschnee (hoffentlich) gleißend besonnter Skihänge suchst. Eins darf im Gepäck nicht fehlen: eine gute Sonnenbrille.

Sonnenbrillen sind populäre modische Accessoires – wir lieben das Versteckspiel hinter den getönten Gläsern und den coolen Look unserer Lieblingssonnenbrillen. Auch die Sorge um die zarte Haut der Augenpartie, die sich – Krähenfußgefahr! – beim Zusammenkneifen der Augen im hellen Licht in Falten legt und auch gegenüber UV-Strahlen besonders empfindlich ist, lässt uns zum Sonnenschutz greifen. Aber bei einer Sonnenbrille geht es natürlich nicht zuletzt um den Blend- und UV-Schutz für die Augen. Und der ist im südlichen Sommer ebenso wichtig wie auf der sonnigen Piste.

Blendschutz und UV-Schutz sind nicht dasselbe!

Blendschutz und Schutz vor UV-Strahlen sind dabei zwei ganz unterschiedliche Eigenschaften von Brillengläsern. Welchen Blendschutz eine Sonnenbrille gewährt, erkennt man mit bloßem Auge: Je dunkler die Tönung der Gläser, desto mehr sichtbares Licht filtern sie heraus. So wird die Welt gleichsam etwas abgedunkelt. Das erlaubt den Augen, auch bei sehr hellem Licht entspannt zu schauen und Kontraste wahrzunehmen.

Mit dem Schutz vor UV-Strahlen hat die Tönung der Sonnenbrillengläser dagegen überhaupt nichts zu tun. UV-Strahlen sind für unsere Augen nicht sichtbar, entsprechend bleibt auch der Filtereffekt, den Glas oder Kunststoff auf diese besonders energiereichen Sonnenstrahlen haben, unsichtbar.

Warum minderwertige Sonnenbrillengläser gefährlich sind

Vollkommen durchsichtige Gläser können perfekte UV-Blocker sein – und sehr stark getönte Gläser können UV-Srahlen fast ungehindert passieren lassen. Das ist der Grund, warum man Sonnenbrillengläser nur beim Fachmann kaufen sollte: Getönte Gläser ohne ausreichenden UV-Schutz sind ausgesprochen gefährlich für die Augen. Durch die abdunkelnde Wirkung der Gläser ist der körpereigene Schutz durch Kneifen, Zwinkern und Verengung der Pupille außer Kraft gesetzt, und UV-Strahlen gelangen ungehindert ins Auge.

Hier kann die Strahlung viel Schaden anrichten: Die Wirkungen reichen vom schmerzhaften Sonnenbrand der Hornhaut (auch als Schneeblindheit bekannt) über Schädigung der Augenlinse, die der Linsentrübung (Grauer Star) Vorschub leistet, bis hin zur Zerstörung der Netzhaut, beispielsweise durch Makuladegeneration.

Optimaler UV-Schutz durch hochwertige Sonnenbrillengläser

Überall dort, wo es besonders viel UV-Strahlung gibt, ist UV-Schutz auch für die Augen extrem wichtig. Das gilt nicht nur am Wasser und im Schnee – hier trifft durch Reflexion des Sonnenlichts von den hellen Oberflächen besonders viel UV auf die Augen, sondern auch in Höhenlagen, wo der Anteil der UV-Strahlen von Natur aus höher ist.

Das CE-Zeichen und die Aufschrift EN 1836:1997 garantieren prinzipiell, dass eine Sonnenbrille den europäischen Sicherheitsrichtlinien genügt. Diese fordern allerdings lediglich UV-Filterung bis 380 nm. Gute Sonnenbrillengläser sollten aber UV-Licht mit Wellenlängen unter 400 nm komplett blockieren. Nur mit einem ausreichenden UV-Schutz (UV400) hast du die Sicherheit, dass deine Augen wirklich geschützt sind. Und für alle Menschen mit Sehschwäche gilt: am Besten in die Lieblingssonnenbrille passende Korrektionsgläser (optische Einstärken- oder Gleitsichtgläser) mit Tönung und UV-Schutz einsetzen lassen.

Was genau sind eigentlich Gleitsichtgläser?
BLOG

Immer wieder ist in der Augenoptik die Rede von Gleitsichtgläsern, aber was versteht man eigentlich darunter und für wen sind sie interessant?

Für die meisten Brillenträger genügt am Anfang ein normales Einstärkenglas, mit dem häufig eine Kurzsichtigkeit ausgeglichen wird. Im Alter jedoch verliert das Auge zunehmend seine Nahanpassungsfähigkeit, was das Erkennen der nahen Dinge, wie zum Beispiel eines Buches, erschwert. Diese so genannte “Altersweitsichtigkeit” ist ein gewöhnlicher Alterungsprozess und betrifft somit viele Menschen. Benötigt wird also eine Brille für die Kurzsichtigkeit und eine für die Weitsichtigkeit. Das häufige Wechseln verschiedener Brillen nervt aber schon nach kurzer Zeit. Dafür ist eine Gleitsichtbrille die perfekte Lösung.

Standard Gleitsicht - gleichmäßiger Sehbereich
Komfort Gleitsicht - Breiter Sehbereich
Premium Gleitsicht - Extra breiter Sehbereich

Aufbau des Gleitsichtglases

In einem Glas sind drei Schichten enthalten, die miteinander verschmelzen. Sie wirken jeweils gegen Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und für Zwischenentfernungen. Dadurch, dass kein klarer Schnitt zwischen den einzelnen Elementen vorhanden ist, entsteht kein Bruch im Blickfeld und die Gleitsichtbrille ist für Außenstehende nicht erkennbar (im Gegensatz zu Bifokalgläsern). Es kann einige Tage oder Wochen dauern, bis sich das Auge an die neuen Brillengläser angepasst hat. Normalerweise gewöhnt es sich jedoch schnell an die neuen Umstände und die Gleitsichtgläser stellen für den Träger keine Probleme dar. Je früher auf eine Gleitsichtbrille gewechselt wird, desto leichter und schneller gestaltet sich die Umstellungsphase.

Verschiedene Modelle

Eine andere Bezeichnung für die Gleitsichtbrille ist “Varilux Brille” , wie sie ihr Erfinder Bernard Maitenaz im Jahre 1959 bezeichnete. Seitdem hat sich die Qualität stark verbessert. Zu unterscheiden ist in der Regel zwischen drei verschiedene Modellen, oder auch “Desings” in der Anfertigungen. Das Standard-Design stellt die kostengünstigste Variante dar, birgt jedoch Nachteile wie ein eingeschränktes Sichtfeld und eine erhöhte Eingewöhnungsphase. Komfort-Modelle garantieren ein großflächiges Blickfeld durch moderne Universalgleitsichtgläser. Im Gegensatz dazu sind Premium-Modelle Maßanfertigungen, die auf die individuellen Augenwerte des Kunden exakt berechnet werden. Dadurch ist in jeder Situation der größtmögliche Sehkomfort gewährleistet.

Gleitsichtgläser bei EYEGLASS24

Selbstverständlich bietet auch EYEGLASS24 Gleitsichtgläser an. Oft sind Gleitsichtgläser aufgrund ihres hohen Preises im Gespräch. Dieser hat aber einen einfachen Grund: da das Gleitischtglas immer individuell für den Kunden angefertigt werden muss, ist das Verfahren aufwendiger und komplexer als bei Einstärkengläsern, die im Normalfall auf Lager vorhanden sind. Die Vorteile sind es aber in jedem Fall wert, über eine Investition nachzudenken. Wie gewohnt ist EYEGLASS24 auch hier deutlich günstiger als ein stationärer Optiker. Ein Paar Gleisichtgläser ist ab 149,90€ zu haben (inkl. der Einarbeitung und Versand der fertigen Brille an den Kunden). Aber das ist noch nicht alles: die Verdedelungen Superentspiegelung, Härtung und Clean-Coat sind ohne zusätzliche Kosten für den Kunden im Preis mit inbegriffen.

Dicke Brillengläser und anderer Ärger
Starke Kurzsichtigkeit

Wer stark kurzsichtig ist, hat’s nicht ganz einfach. Eine anwachsende Fehlsichtigkeit kann sogar die Netzhat schädigen.

Blind nach der Brille tasten, wenn man nachts aufwacht. Dicke Brillengläser, die wegen der hohen Dioptrienzahl verkleinernd wirken. Kontaktlinsen, die die Augen reizen. Einschränkungen beim Sport. – Alles nichts, worauf man nicht dankend verzichten würde. Ob du -6 Dioptrien hast, oder -16 – der Effekt ist praktisch der gleiche: ohne Brille blind wie ein Maulwurf. In manchen Fällen schreitet die Kurzsichtigkeit sogar fort: mehr oder weniger gleichmäßig, oder in Sprüngen mit längeren Pausen dazwischen. Meist ist die sogenannte Progression der Myopie auf Kindheit, Jugend und frühes Erwachsenenalter beschränkt, seltener erhöht sich der Dioptrienwert auch noch in späteren Jahren.

Warum das alles?

Die Entwicklung und Progression einer Kurzsichtigkeit hat ihre Ursache fast immer in einem verstärkten Längenwachstum des Augapfels. In den Jahren des körperlichen Wachstums wächst auch das Auge. Dadurch entfernt sich die Netzhaut weiter von Hornhaut und Augenlinse. Zunächst gleicht dieser Vorgang nur die leichte Weitsichtigkeit aus, mit der wir alle geboren sind. Bei manchen aber geht das Längenwachstum des Augapfels weiter, und die Brechkraft von Hornhaut und Linse ist nun im Verhältnis zum Weg der Lichtstrahlen von der Linse zur Netzhaut zu groß: Das scharfe Bild der Umgebung entsteht weit vor der Netzhaut, und auf die Netzhaut selbst fällt ein verschwommenes Durcheinander.

Warum und wie das Augapfelwachstum außer Kontrolle gerät, ist immer noch nicht klar. Als sicher gilt heute, dass es einerseits eine erbliche Veranlagung zur Kurzsichtigkeit geben kann, und dass andererseits Tageslichtmangel in der Kindheit eine entscheidende Rolle spielt. Auch viel Naharbeit steht schon seit 150 Jahren hartnäckig im Verdacht, einen Beitrag zu leisten (also Schularbeit,Lesen, heute natürlich Bildschirme) – wird aber von der modernen Forschung gar nicht mehr in den Vordergrund gestellt.

Höherbrechendes Glas, dichter vor den Augen: So werden Brillengläser dünner

Brillengläser in Form von Zerstreuungslinsen rücken das scharfe Bild weiter nach hinten Richtung Netzhaut. Je höher der Dioptrienwert, desto stärker gewölbt ist das Brillenglas – und Zerstreuungslinsen werden dadurch am Rand immer dicker. Hochbrechende Kunststoffe oder echtes Glas (Flintglas ist das Brillenglas-Material mit dem höchsten Brechungsindex) erreichen die gleiche Brechkraft mit geringerer Wölbung und ermöglichen so geringere Randdicken und entsprechend unauffälligere Brillengläser (selbstverständlich gibt es hochbrechende Brillengläser auch im EYEGLASS24 Angebot). Fassungen mit kleineren Brillengläsern sind ein weiterer Weg, Randdicke und Gewicht der Linsen zu verringern.

Je dichter die Brillengläser vor den Augen sitzen, desto kleiner ist bei Kurzsichtigkeit der effektiv benoetigte Dioptrienwert – bei sehr hohen Dioptrienwerten kann das tatsächlich schon einmal eine Dioptrie ausmachen! – und desto weniger faellt die verkleinernde Wirkung der Zerstreuungslinsen ins Gewicht. Kontaktlinsen denken diesen Gedanken zu Ende: Sie haben praktisch keine verkleinernde Wirkung und “sparen” Dioptrien. Leider sind Kontaktlinsen nicht völlig ohne Nebenwirkungen: Viele Langzeit-Linsenträger leiden an geröteten, gereizten und/oder schmerzhaft trockenen Augen – und für einige bleibt es nicht bei diesen kleineren Unannehmlichkeiten.

Augenlasern: Bei starker Kurzsichtigkeit leider selten eine Option

Vielen Kurzsichtigen erscheint Augenlasern als DIE Rettung: Hier wird “einfach” durch gezielten Materialabtrag im Zentrum die Hornhautoberfläche neu modelliert und so ihre Brechkraft an die Länge des Augapfels angepasst. Bye bye Brillengläser. Allerdings: Die Prozedur birgt ihre eigenen Gefahren, und je höher der zu korrigierende Dioptrienwert, desto riskanter ist der Eingriff. Klar: Sie können nicht einfach beliebig viel von Ihrer Hornhaut “abhobeln”. Irgendwann ist sie zu dünn, und die Gefahr einer baldigen oder längerfristigen Hornhautektasie (eine Destabilisierung der Hornhaut, die zu einer unkontrollierbaren Hornhautverkrümmung führt) steigt.

Deshalb werden verantwortungsvolle Augenärzte dir, wenn die Dicke der Hornhaut nicht ausreicht, anstelle von LASIK eventuell eine PRK empfehlen, die weniger Hornhautmaterial verschleißt, oder generell vom Augenlasern abraten. Lass dir das gesagt sein – mindestens ab -8 Dioptrien wird Augenlasern grenzwertig! OKe Sicht mit Brille ist besser als gar keine mehr. Als Alternative zum Lasern gibt es die Möglichkeit der Implantation einer Intraokularlinse (also sozusagen das “innere Brillenglas”…).

Der lange Augapfel schafft manchmal Probleme

Was Korrekturen von Brillenglas über Augenlasern bis Intraokularlinse nicht adressieren, ist die Länge des Augapfels. Auch wenn die Sicht optimal korrigiert ist, birgt die Dehnung der inneren Strukturen des Auges ihre eigenen Risiken.

Zu diesen gehören:

  • Glaskörpertrübungen (Mouches volantes) – harmlos, aber ärglich, wenn sie mitten im Gesichtsfeld herumschwimmen
  • ein erhöhtes Risiko, einen erhöhten Augeninnendruck (Grüner Star) zu entwickelten
  • und ein erhöhtes Risiko von Netzhautschädigungen.
Was ist "Vorneigung" bei einem Brillenglas?
BLOG
Brillengläser sitzen normalerweise nicht “lotrecht” vor den Augen, sondern etwas vorgeneigt – das sieht nicht nur besser aus, sondern man sieht auch besser. Diese Vorneigung muss aber bei der Zentrierung der Gläser berücksichtigt werden.

Continue reading “Brillengläser: Meist mit Vorneigung”

Was ist der Fassungsscheibenwinkel?
...das Problemkind in der Brillenglasanpassung
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Der Fassungsscheibenwinkel misst die “Durchbiegung” einer Brillenfassung. Dioptrienwert, Astigmatismus-Korrektur, Zentrierung, Abbildungsfehler: Der Trageparameter mischt überall mit.

Sportbrillen, Sonnenbrillen & Co. haben große Fassungsscheibenwinkel

Viele Brillenfassungen sind ein bisschen “durchgebogen” – sie schmiegen sich der Rundung des Gesichts an. Stark durchgebogene Brillenfassungen (Wraparound-Fassungen) vergrößern das Gesichtsfeld Richtung Peripherie und schützen die Augen vor Staub und Fremdkörpern – daher sind sie in Form von Sonnenbrillen vor allem bei Sportlern (Radfahrern!) und Motorsportlern beliebt. Diese Durchbiegung der Fassung ist einer der kompliziertesten Trageparameter: Sie beeinflusst die Qualität der Abbildung durch die in die Fassung eingesetzten Brillengläser gleich auf mehrere verschiedene Arten.

Die Größe, die den Grad der “Durchbiegung” präzise angibt, ist der Fassungsscheibenwinkel (abgekürzt FSW, manchmal auch als Biegungswinkel bezeichnet). Wenn Sie ein Lineal gerade auf den Nasensteg der Brille legen, ist der Fassungsscheibenwinkel der Winkel, den das Brillenglas auf jeder Seite mit dem Lineal bildet.

Messbrille beim Optiker: FSW=0

Die Messbrille dagegen, die der Optiker Ihnen zur Ermittlung der richtigen Sehstärke auf die Nase setzt, ist gerade wie ein Brett (Fassungsscheibenwinkel Null). Typische Alltagsbrillen haben Fassungsscheibenwinkel um die 5 Grad, Sportfassungen können Fassungsscheibenwinkel von bis zu 25 Grad aufweisen.

Wie kann nun der in der Tragesituation erhöhte Fassungsscheibenwinkel (FSW) die Korrekturwirkung von Brillengläsern beeinflussen, die mit einer Messbrille mit FSW=0 bestimmt wurden? Der FSW hat in der Tat so vielfältige und starke Einflüsse, dass bei der Neuverglasung von Sportfassungen mit Korrektur-Brillengläsern nicht nur aus Formgründen spezielle Sportbrillengläser verwendet werden müssen – und idealerweise sogar individuell berechnete Brillengläser.

Einflüsse des FSW: Wo beginnen?!

  • Durch den schrägen Lichteinfall beim Blick geradeaus werden Abbildungsfehler im zentralen Gesichtsfeld relevant, die bei geraden Fassungen nur in der Peripherie zum Tragen kommen. Speziell durch den Astigmatismus schiefer Bündel entstehen problematische Unschärfen und Verzerrungen.
  • Die Lage der für die Zentrierung essenziellen Hauptdurchblickspunkte ist bei gerade vor den Augen sitzenden Brillengläsern direkt durch die Pupillendistanz gegeben. Sitzen die Gläser schräg vor den Augen, verschieben sich die Hauptdurchblickspunkte.
  • Der schräge Blick durch die angekippten Brillengläser vergrößert im Allgemeinen auch den Hornhautscheitelabstand und ändert damit die effektive Korrekturstärke.
  • Bei Brillengläsern mit Astigmatismus-Korrektur verschiebt sich durch die Verkippung der Gläser die effekive Lage der Achse.
  • Schräg sitzende Gläser wirken wie ein Prisma, d.h. sie lassen Objekte verschoben erscheinen. Das kann sogar Probleme mit dem binokularen Sehen geben.

Fazit: Mit einer Fassung mit erhöhtem Fassungsscheibenwinkel kommt man mit normalen Einstärkengläsern leicht in Teufels Küche. Solch eine Fassung mit den richtigen Brillengläsern zu versehen ist nicht nur eine Herausforderung beim Zentrieren: Selbst optimal zentrierte und angepasste sphärische Einstärkengläser, die den veränderten Hornhautscheitelabstand und die geänderte Lage der Hauptdurchblickspunkte berücksichtigen, liefern wegen der durch den schrägen Sitz der Gläser in der Fassung erhöhten Abbildungsfehler keine optimale Korrektur. Respekt, wenn Ihr Optiker hier fit ist und zum Beispiel die prismatische Wirkung durch ein entsprechendes Prisma im Glas ausgleicht.

Individuelle Brillengläser brauchen individuelle Messung der Trageparameter

Auch wenn es nicht um eine Sportbrille geht: Individuell angepasste Freiform-Gläser, die (unter anderem) den Fassungsscheibenwinkel berücksichtigen und Abbildungsfehler durch eine clever berechnete asphärische Glasoberfläche kompensieren, können bei stärker gebogenen Fassungen tatsächlich viel bringen. Vor der Bestellung muss aber die korrekte Vermessung der individuellen Trageparameter stehen: Lässt der Optiker die aus und ordert die Gläser mit Standardwerten, haben Sie viel Geld für quasi gar nichts bezahlt.

Sehstärke & Hornhautscheitelabstand:
(fast) untrennbar verknüpft!
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Bei großen Sehstärken kann ein ungewöhnlicher Hornhautscheitelabstand deiner Brille schuld daran sein, dass du mit deinen neu angepassten Brillengläsern schlecht siehst.

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Neue Brille und unzufrieden?
Was bei der Brillenanpassung schief gehen kann
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Unterschiede zwischen der Testsituation beim Optiker und der Tragesituation im Alltag können dafür verantwortlich sein, dass du mit deinen neuen Brillengläsern weniger gut siehst als erwartet. Lass den Sitz und Zentrierung überprüfen!

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Sehstärke mit Brillengläsern & Kontaktlinse:
das sind zwei Paar Schuhe!
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Die Sehstärke im Brillenpass ist keine feste Größe!

Wer von Brillengläsern auf Kontaktlinsen umsteigt (oder umgekehrt), kann nicht davon ausgehen, dass beide Sehhilfen die gleichen Dioptrienwerte haben. Den Dioptrienwert, den der Augenoptiker bei der Brillenglasanpassung ermittelt – und der dann im Brillenpass steht wie etwas Unveränderliches – sehen Brillenträger generell als eine feste Größe an, die ihre Fehlsichtigkeit eindeutig beschreibt. Die -2 Dioptrien, so denken die meisten, sind so etwas wie eine Eigenschaft ihrer Augen: Sie sind eben -2 Dioptrien kurzsichtig.

Leider ein Irrtum. Die -2 Dioptrien haben nicht nur etwas mit der Stärke der persönlichen Fehlsichtigkeit zu tun, sondern auch mit der Methode, wie diese gemessen wurde. Genauer gesagt, mit dem Abstand zwischen Auge und Brillenglas im Testbrillengestell. Normalerweise kommt man mit diesem Irrtum gut durchs Leben – aber spätestens beim Umstieg auf Kontaktlinsen kommt das Bild ins Wanken. Deswegen machen wir Sie jetzt ein für alle Mal ein Stückchen schlauer!

Die Sehstärke im Brillenpass ist keine feste Größe!

Den Dioptrienwert, den der Augenoptiker bei der Brillenglasanpassung ermittelt – und der dann im Brillenpass steht wie etwas Unveränderliches – sehen Brillenträger generell als eine feste Größe an, die ihre Fehlsichtigkeit eindeutig beschreibt. Die -2 Dioptrien, so denken die meisten, sind so etwas wie eine Eigenschaft ihrer Augen: Sie sind eben -2 Dioptrien kurzsichtig.

Leider ein Irrtum. Die -2 Dioptrien haben nicht nur etwas mit der Stärke der persönlichen Fehlsichtigkeit zu tun, sondern auch mit der Methode, wie diese gemessen wurde. Genauer gesagt, mit dem Abstand zwischen Auge und Brillenglas im Testbrillengestell. Normalerweise kommt man mit diesem Irrtum gut durchs Leben – aber spätestens beim Umstieg auf Kontaktlinsen kommt das Bild ins Wanken. Deswegen machen wir Sie jetzt ein für alle Mal ein Stückchen schlauer!

Dioptrienwert hängt vom Abstand Sehhilfe-Auge ab

Kurze Rekapitulation: Bei Kurzsichtigkeit ist die Brechkraft des Auges im Verhältnis zur Länge des Augapfels zu groß. Die Brennebene des optischen Systems “Auge”, in der das scharfe Bild entfernter Gegenstände entsteht, liegt vor der Netzhaut. Das Bild auf der Netzhaut ist etwas verschwommen. Umgekehrt ist bei Weitsichtigkeit die Brechkraft des Auges zu schwach: Das scharfe Bild entfernter Gegenstände entsteht hinter der Netzhaut. Um es auf die Netzhaut zu “rücken”, muss die Augenlinse auch beim Blick in die Ferne bereits etwas akkommodieren, also ihre Brechkraft erhöhen.

Brillengläser gegen Weitsichtigkeit sind Sammellinsen, die ein bisschen Extrabrechkraft liefern und so der Augenlinse erlauben, beim Fernblick entspannt zu bleiben. Sie geben den Lichtstrahlen quasi schon einen kleinen Knick nach innen. Den Rest schafft dann das Auge, und das Bild aus der Ferne fällt exakt auf die Netzhaut. Brillengläser gegen Kurzsichtigkeit sind dagegen Zerstreuungslinsen, die den Lichtstrahlen einen wohl bemessenen kleinen Knick nach außen geben. Nachdem die Strahlen dann Hornhaut und Augenlinse passiert haben, landet auch hier das Bild aus der Ferne wieder exakt auf der Netzhaut.

Nun deutet sich schon an, dass die Extrabrechkraft, die die Sehhilfe liefern muss, vom Abstand zwischen Brillenglas und Auge abhängt.

Größere Differenz bei größerem Dioptriewert

Je größer der Dioptrienwert, desto größer die Differenz zwischen Kontaktlinse und Brillenglas.
Die Differenz in den Dioptrienwerten von Kontaktlinse und Brillenglas wächst mit dem Diotprienwert selbst: Bei kleinen Fehlsichtigkeiten beträgt sie vielleicht nur 0,25 Dioptrien, bei Fehlsichtigkeiten über +-4 Diotprien kann sie durchaus auf 1,5 Dioptrien und mehr anwachsen.
Ihr Optiker kann (hoffentlich!) nach Messen der Entfernung zwischen Auge und Brillenglas (das ist der sogenannte Hornhautscheitelabstand) die Brillenglaswerte in Kontaktlinsenwerte umrechnen und umgekehrt – und diesen Service sollten Sie, wenn Ihnen an scharfer Sicht mit beiden Arten von Sehhilfen gelegen ist, auch in Anspruch nehmen!

Unterschiedliche Dioptriewerte

Bei Kurzsichtigkeit haben Kontaktlinsen kleinere Dioptrienwerte als Brillengläser. Bei Weitsichtigkeit ist es umgekehrt.

Fall Weitsichtigkeit: Je weiter das Brillenglas vom Auge entfernt ist, desto weiter nähern sich die Strahlen eines vor dem Passieren des Brillenglases parallelen Strahlenbündels vor dem Eintritt ins Auge bereits ihrem Schnittpunkt an (dem Brennpunkt der Sammellinse).
Ergo: Bei einer gegebenen Weitsichtigkeit ist die benötigte Korrektur um so kleiner, je weiter das Brillenglas vom Auge entfernt ist. Und um so größer, je dichter es am Auge sitzt. Am größten entsprechend für eine Kontaktlinse, die direkt auf der Hornhaut schwimmt.

Umgekehrt verhält es sich für die Kurzsichtigkeit: Je weiter vom Auge entfernt das Brillenglas ist, desto weiter werden die Strahlen eines vor dem Passieren der Zerstreuungslinse parallelen Strahlenbündels bis vor dem Eintritt in das Auge aufgespreizt.
Ergo: Bei einer gegebenen Kurzsichtigkeit ist die benötigte Korrektur um so größer, je weiter das Brillenglas vom Auge entfernt ist. Die kleinste Korrektur wird entsprechend für eine Kontaktlinse benötigt.

Der Hornhautscheitelabstand

Ein wichtiges Maß auch bei der Brillenglasbestimmung.
Und übrigens: Natürlich ist die Differenz zwischen Brillenglas- und Kontaktlinsenkorrekturwert nur der Extremfall eines generell auftretenden Problems. Wenn der Hornhautscheitelabstand der vom Optiker für die Brillenglasbestimmung genutzten Testbrille nicht identisch mit dem ihrer Brillenfassung ist, werden die mit der Testbrille ermittelten Korrekturwerte – sofern sie nicht entsprechend umgerechnet wurden – für Ihre Brillenfassung nicht ganz die richtigen sein. Das gleiche wird gelten, wenn Sie sich eine neue Fassung mit anderem Hornhautscheitelabstand zulegen und die Korrekturwerte der alten Brille einfach übernehmen. Natürlich sind die Unterschiede im Hornhautscheitelabstand von Fassung zu Fassung nicht sehr groß, und entsprechend wird auch Ihre Sicht nicht gravierend verschlechtert sein – aber besser sehen würden Sie schon, wenn man für die neuen Brillengläser auch den neuen Abstand berücksichtigt hätte.

Genau das ist der Grund dafür, warum bei der modernen Augenglasbestimmung für teure asphärische Brillengläser oder individualisierte Gleitsichtgläser der Hornhautscheitelabstand Ihrer Fassung gemessen wird. Wie Sie gesehen haben, ist diese Größe aber durchaus nicht nur in diesen Fällen relevant, sondern spielt auch für gutes Sehen mit ganz normalen Einstärkengläsern durchaus eine Rolle.