Tipps für die Augengesundheit: Sonnenbrillengläser, ISO-Norm und UV 400 (Demo)

Gehören Sie zu denen, die gleich beim ersten Sonnenblinzeln die Sonnenbrille fest auf die Nase gepflanzt haben? Oder steckt Ihr Sonnenschutz noch im Etui? Laut Bundesamt für Strahlenschutz werden die getönten Gläser jetzt wirklich wichtig.

Ab UV-Index 3 wird Sonnenschutz empfohlen

Von April bis September veröffentlicht das Bundesamt für Strahlenschutz den “UV-Wetterbericht”: Der UV-Newsletter wird dreimal wöchentlich online gepostet und verrät Ihnen die Tagesspitzenwerte des sogenannten UV-Index für die nächsten Tage. Dieser Index steht für die Stärke der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung und hängt vom jahreszeitlichen Sonnenstand, von der Höhe über dem Meeresspiegel, der Bewölkung und der lokalen Dicke der Ozonschicht ab. Bei Werten ab 3 empfiehlt das Amt UV-Schutz – für die Augen in Form von Sonnenbrillengläsern.

Im April klettert der UV-Index in der Tagesmitte oft schon auf Werte von 4, im Sommer sind in unseren Breiten Werte zwischen 5 und 8 normal. Wer es bislang noch nicht getan hat, sollte also in diesen Tagen zur Sonnenbrille greifen – oder sich schleunigst eine anschaffen.

Neue ISO-Norm für Sonnenbrillengläser

Die Wirkungen von UV-Strahlung auf Augen und Haut haben wir im vorigen Beitrag beschrieben. Um Ihre Augen und die zarte Haut drumherum effektiv zu schützen, müssen Ihre Sonnenbrillengläser die gesamte UV-Strahlung aus dem Sonnenlicht filtern – und natürlich Blendschutz gewähren, damit Sie ihre Augen nicht permanent zusammenkneifen und sich heftige Krähenfüße zulegen.

Seit 2013 gibt es eine neue, international einheitliche Norm für Sonnenbrillengläser. Der neue Standard heißt EN ISO 12312-1:2013. Die alte EU-Norm EN 1836 ist damit veraltet. Achtung: Wikipedia weiß bis dato leider noch nichts davon – wer sich dort informiert, ist also nicht ganz up to date.

Nach EN ISO 12312-1:2013 zertifizierte Sonnenbrillengläser genügen den aktuellen Anforderungen an die Sicherheit von Sonnenschutz für den alltäglichen Gebrauch. Dazu gehören neben UV-Schutz und Spezifikationen für die Transmission sichtbaren Lichts in den Filterkategorien 0 bis 4 neuerdings auch strenge Anforderungen an die Abriebfestigkeit der Beschichtung und die ausreichende Größe der Brillengläser (bis zu den Augenbrauen und seitlich wenigstens bis zum Gesichtsrand) – letzteres, um die Augen auch vor gestreutem UV-Licht zu schützen.

UV 400: Freiwilliges Extra

Als ausreichender UV-Schutz gilt den Normenmachern nach wie vor die Absorption von 100 % der Strahlung mit Wellenlängen unter 380 Nanometer. Da der kurzwellige Blaulichtbereich aber ebenfalls im Verdacht steht, den Augen zu schaden, dehnen die meisten Hersteller den Filterbereich ihrer Sonnenbrillengläser bis auf 400 Nanometer aus.

Ob die freiwillige “UV 400”-Angabe allerdings auch hält, was sie verspricht, unterliegt keiner standardisierten Prüfung. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat einige Sonnenbrillen getestet und erklärt auf seinen Seiten, auf UV 400 sei “relativ gut” Verlass – eine relativ ermutigende Nachricht…

Tönung und UV-Schutz sind “zwei Paar Schuhe”

Ein Vorurteil, das wir gern ein für alle Mal aus der Welt schaffen möchten, ist die Idee, die Tönung der Sonnenbrillengläser hätte etwas mit dem UV-Schutz zu tun. So unsichtbar wie die UV-Strahlen selbst ist natürlich auch der Filter, der sie absorbiert.

Auch vollkommen durchsichtige Brillengläser können perfekten UV-Schutz bieten – und tun das auch meist. Umgekehrt können auch dunkle Sonnenbrillengläser unzulänglich vor UV-Strahlen schützen. Das ist gefährlicher als keine Brille, da durch die hinter den dunklen Gläsern geweiteten Pupillen besonders viel Strahlung ins Auge gelangt!

In Deutschland dürfen nur zertifizierte Sonnenbrillen verkauft werden (kenntlich am CE-Zeichen auf der Innenseite des Brillenbügels) – in manchem Urlaubsland nimmt man es aber nicht so genau. Daher Finger weg von Sonnenbrillen ohne Normierungszeichen! Bei Eyeglass24 sind Sie auf der sicheren Seite. Ob ungetönt oder mit Tönung in unterschiedlichen Farben und Stärken – alle unsere Brillengläser und Sonnenbrillengläser kommen standardmäßig mit optimalem “UV 400”-Schutz.

Kommentare (2)

[…] Was die Sonnencreme für die Haut leistet, müssen für die Augen Sonnenbrillengläser übernehmen: Sie filtern das gesamte Spektrum schädlicher UV-Strahlen aus dem Sonnenlicht. Neben dem UV-Schutz sollen sie auch möglichst optimierten Blendschutz bieten, eventuell als Sonnenbrillengläser mit Sehstärke noch eine Fehlsichtigkeit korrigieren – und natürlich gut aussehen. Empfehlungen und Normen rund um die getönten Brillengläser beleuchten wir im nächsten Beitrag. […]

[…] Die Tönung der Gläser enthält sogenannte seltene Erden – das sind Metalle mit speziellen Lichtfiltereigenschaften, die für besonders satte Farbeindrücke sorgen. Hinsichtlich UV-Schutz entsprechen die Brillengläser den neuesten ISO-Standards. […]

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